Christoph Schwienheer (links) und Jan Tewes Thede, die Gründer von 12K

Wer die Digitalisierung nicht ernst nimmt, hat verloren: Das haben inzwischen die meisten Unternehmen verstanden. Doch viele Firmen aus technologiefernen Branchen fällt es schwer, bei dem Thema auf dem neusten Stand zu bleiben. Das zumindest glaubt 12K – und will deshalb den nötigen Überblick ermöglichen. Der Name bezieht sich auf die Entfernung, ab der man die Erde in Gänze überblicken kann: 12.000 Meilen.

Die 12K-Gründer Jan Tewes Thede und Christoph Schwienheer wollen Algorithmen nutzen, um internationale Fachmagazine nach Technologie-Trends zu durchforsten und die Ergebnisse für ihre Kunden in kuratierten Newslettern zusammenzutragen. Thede ist Mathematiker, hat im Bereich Trendforschung seine Doktorarbeit geschrieben und die Marktforschung der Welt-Gruppe verantwortet. Schwienheer hat Informatik und Philosophie studiert und zuvor als Entwickler und Berater gearbeitet.

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Bisher bietet 12K ein frei zugängliches Analyse-Tool, der die Medienaufmerksamkeit für bestimmte Tech-Themen über einen bestimmten Zeitraum aufzeigt. Das soll Unternehmen helfen, Hypes von wirklichen Trends unterscheiden zu können.

Erweitert wird das Angebot nun um einen Newsletter: Kunden erhalten damit einen individuell angepassten Überblick, der sich aus neuen Fachveröffentlichungen speist und die wichtigsten Artikelbausteine zum Thema automatisch zusammenstellt. Damit gehe der Service auch einen Schritt weiter als etwa Googles Alert-Dienst für bestimmte Stichworte, so Thede im Gespräch mit Gründerszene. Bislang ist der „12K Brief“ für die drei Themenfelder Messaging, Virtual and Augmented Reality sowie Autonomous Cars verfügbar.

Bei CB Insights, das Thede als ersten Konkurrenten nennt, kosten ähnliche Dienste mindestens 50.000 US-Dollar. 12K verlange, so Thede im Gespräch mit Gründerszene, einen dreistelligen Euro-Betrag. Er will sich aber nicht dazu äußern, ob diese Angabe monatlich oder jährlich gemeint ist und wie oft der Newsletter erscheinen soll. Gleichzeitig gibt der Gründer gibt zu: „Natürlich ist unser Angebot mit einem In-depth-Report à la CB Insights nicht zu vergleichen.“

Mit dem Produkt wollen die Gründer nun gezielt große Dax-Unternehmen ansprechen. „Mittelfristig treten wir in Konkurrenz zu Unternehmen wie Mattermark, Wiser, Tracxn oder CB Insights“, so Thede.

Bislang wurde 12K ausschließlich durch den Flying-Elephant-Inkubator von WestTech Ventures finanziert. Der Newsletter soll nun Einnahmen durch Abo-Kunden bringen. Zusätzlich bietet das zweiköpfige Team Beratung für Unternehmen an.

Bild: 12K