Die Manager von 21sportsgroup: Jörg Mayer und Michael Burk

Vor knapp einem Jahr schnappte sich der Mannheimer Sportartikelversender 21sportsgroup nach einigem Hin und Her den Wettbewerber Planet Sports. Nun kommt es zur nächsten Übernahme: 21sportsgroup schluckt das Berliner Unternehmen Mysportgroup durch einen Anteilstausch. Ein Sprecher für 21sportsgroup wollte den Kaufpreis auf Nachfrage von Gründerszene nicht nennen.

Mysportgroup als Betreiber des Sportartikelshops Vaola soll als eigenständiges Unternehmen bestehen bleiben. Die 65 Mitarbeiter von Mysportgroup würden übernommen, die Geschäftsführung bleibe bestehen, heißt es von 21sportsgroup. Der Nettoumsatz von Mysportgroup habe 2015 bei 15,5 Millionen Euro gelegen. Mit Planet Sports und den bestehenden Shops 21run.com, 21cycles.com und 21streetwear.com betreibt die 21sportsgroup dann insgesamt fünf Online-Shops.

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Mysportgroup, 2010 von Albert Schwarzmeier und Erik Pfannmöller gegründet, hat teilweise turbulente Zeiten hinter sich. 2012 und 2013 kam es zu mehreren Entlassungswellen, gleichzeitig musste das Startup seine Expansionspläne auf Eis legen. Später gab Mitgründer Schwarzmeier seinen Rücktritt als Geschäftsführer bekannt, auch Erik Pfannmöller zog sich zurück, er wirkt seither als Venture Partner beim Münchner Company Builder Venture Stars. Die Mysportgroup wurde seither von Nicola Szekely und Timo Fischer geführt.

Unter ihrer Leitung wurde der Shopping-Club Mysportbrands im August 2014 geschlossen, das Startup setzte allein auf das „skalierbarere Marketplace-Modell“ Mysportworld. Dafür wurde der Shop auch gleich mit neuem Namen versehen: Vaola.

Zu den Mysportgroup-Gesellschaftern gehörten unter anderem Cipio Partners und die IBB Beteiligungsgesellschaft. Sie steckten im Juli 2012 13,5 Millionen Euro, im Juli 2013 weitere fünf Millionen Euro und im Dezember 2013 einen weiteren „mittleren, einstelligen Millionenbetrag“ in das Unternehmen.

Bild: 21sportgroup; Update, 13.01.2016, 13.44: Der Nettoumsatz von Mysportgroup wurde hinzugefügt.