50plus-social-networks

Kontakt mit der Familie via Facebook

Die Nutzergruppe der Senioren wächst. Noch lange sind nicht alle Best Agers online, doch die Generation 50Plus stattet sich technisch aus und ist immer mehr im Internet vertreten. Auch im Social Web ist die Generation 50Plus auf dem Vormarsch. Bekannte Social Networks wie Facebook und Twitter sind für viele Senioren kein Neuland mehr. Sie tasten sich langsam an das Web 2.0 heran und verbinden sich zunehmend mit Familie und Verwandtschaft online. Senioren nutzen jedoch die Social Networks anders als die jüngere Generation.

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass sich immer mehr ältere Menschen bei Facebook anmelden. Im März 2013 kündigte Facebook 1,11 Milliarden aktive Nutzer pro Monat an. Ein Viertel der Facebooker ist laut aktuellen Statistiken über 45 Jahre alt – der durchschnittliche Facebooker über 38 Jahre. Ältere Menschen registrieren sich aus anderen Gründen als jüngere auf Facebook: Hauptgrund für die Nutzung von Facebook ist nicht, wie bei den meisten Jugendlichen, sich mit Freunden zu verbinden, sondern der Wunsch mit der Familie in Kontakt zu bleiben. Dies zeigt die Studie von Senior Strategic über die Nutzung von Social Neworks der Generation 50Plus: 81 Prozent der Facebook-User über 50 Jahre benutzen Facebook, um bei jüngeren Familienmitgliedern auf dem Laufenden zu bleiben.

Twitter als Informationsquelle

Die Generation 50Plus ist auf Twitter hinten nach: Zwölf Prozent der Silver Surfer besitzen einen Twitter-Account. Dieser dient weder dazu 140 Zeichen über das aktuelle Empfinden oder andere Dinge zu schreiben, noch um mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben. Die Silver Twitterer nutzen Twitter passiv und scrollen durch den Twitterfeed, um sich über aktuelle Nachrichten zu informieren.

Einsamkeit ein Faktor für die Nutzung von Social Networks

Auch wenn sie es nur ungern zugeben, so ist Einsamkeit ein wesentlicher Grund für die Nutzung von Social Networks bei der Generation 50Plus. Im Internet generell und vor allem in Social Networks ist man nie alleine und kann zu jeder Zeit mit anderen Menschen kommunizieren. Durch die Nutzung von Facebook und Co. fühlen sich viele Menschen daher weniger einsam und es gelingt ihnen auf diesen Wegen andere Menschen zu finden und kennenzulernen, gerade im Bereich Special Interest. Ähnlich wie früher Zeitungsannoncen Menschen mit ähnlichen, auch ausgefallenen Interessen zusammengebracht haben, ist heute ein Gleichgesinnter nur einen Mausklick entfernt.

Ganz klare Verhaltensunterschiede

„Hast du dies oder das bereits schon auf Facebook gesehen?“ Eine Frage, die in der jüngeren Generation häufig gestellt wird. Unter Senioren ist diese Frage eher selten. Sie sprechen im Alltag nur äußerst selten mit ihren altersgleichen Freunden über die Dinge, die Sie auf sozialen Netzwerken sehen und tun. Auch bei Werbung und Onlineshopping verhalten sich Senioren anders. Kaufen doch auch sie immer mehr im Internet ein, so reagieren die Silver Surfer auf Werbung, beispielsweise auf Facebook, anders. Verhältnismäßig wenige Senioren kaufen ein Produkt nachdem sie die Werbung auf Social Networks gesehen haben.

Nicht alle Silver Surfer sind in Social Networks

Längst nicht alle Silver Surfer sind bei Social Networks angemeldet. Hierfür gibt es vor allem zwei Gründe: Benutzerfreundlichkeit und Datenschutz. Viele populäre Social Networks sind nicht an die Bedürfnisse von Senioren angepasst und nur schwer für sie zu benutzen. Ein anderer Grund sind die mangelnden oder schwer zu verstehenden Informationen über Datenschutz. Aus Angst der Veröffentlichung ihrer Daten, schrecken Senioren oft davor zurück sich auf Social Networks zu registrieren. Ob speziell entwickelte und ergonomisch angepassten Angebote für Senioren sich durchsetzen werden, wird die Zeit zeigen.

Bild: Hakisa
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