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Für Weinliebhaber, die zwar gerne einen guten Tropfen trinken, aber nicht das nötige Kleingeld für die teuren Sorten übrig haben, ist die Weinabteilung von Aldi schon lange kein Geheimtipp mehr. Immer wieder stellen Sommeliers und Weinautoren Listen mit den besten Weinen des Discounters zusammen. Mehrere Auszeichnungen hat der Händler bereits für sein Angebot erhalten.

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Um das Geschäft mit den Weinen auszubauen, hat Aldi Süd diese Woche ein Onlineportal unter Meine-Weinwelt.de gelauncht. Die Supermarktkette will auf dieser Seite offenbar Marketing für das Sortiment machen und Kunden zum Kauf animieren.

So soll ein „digitaler Weinberater“, wie Aldi es nennt, bei der Auswahl einer Sorte für einen bestimmten Anlass helfen. Auf der Seite findet sich dafür ein Tool, bei dem der Kunde die Sorte, das Gericht, zu dem er den Wein trinken möchte, einen Preis, die Herkunft und weitere Besonderheiten eingeben kann.

Zusätzlich findet sich auf der Homepage ein Weinmagazin, das Aldi Süd offenbar für Content-Marketing nutzt. Service-Themen wie „Winterlicher Glühwein selbst gemacht“ oder „Was kostet ein guter Wein?“ sollen die Kunden auf die Seite locken. „Wir sind der Meinung, dass es möglich sein muss, ohne viel Aufwand einen guten Wein zu genießen“, sagt Sandra-Sibylle Schoofs, die das Marketing bei dem Discounter verantwortet. Derzeit ist die Seite von Meine-Weltwelt.de jedoch sehr rudimentär und lädt noch nicht zum Herumstöbern ein.

Starker Konkurrent für Wine in Black & Co.

Für die vielen Startups, die in den vergangenen Jahren den Markt für Online-Weinhändler für sich erobern konnten, dürfte der Start von Aldis Weinwelt keine gute Neuigkeit sein. Zwar ist Aldi mit seinen sehr günstigen Weinen kein direkter Konkurrent und noch bietet Meine-Weinwelt.de keinen Onlineshop, doch auch Wine in Black oder Geile Weine wollen mit Online-Empfehlungen für bestimmte Anlässe bei ihren Kunden punkten. Ein klares Zeichen von Aldi, den Fokus mehr auf das Weinsortiment und Online-Marketing legen zu wollen, ist die Seite allemal.

Dennoch können die genannten Wein-Startups derzeit mit einer deutlich schöneren Seite und einer breiteren Auswahl punkten. Aldi hingegen kann mit deutlich niedrigen Preisen für das eigene Angebot werben. Besonders die Kunden, die beim Online-Weinkauf auf den Preis achten, könnte die Seite zum Kauf bei Aldi bewegen.

Bild: Vicampo