Das Amazers-Team: Alicia García Muñoz, Fabio Carlucci, Gabriel Lescinskas und Danilo Carlucci

Das internationale Amazers-Team: Alicia García Muñoz, Fabio Carlucci, Gabriel Lescinskas und Danilo Carlucci

Ein TED-Talk gab den Anstoß für Amazers

Die Berliner Community-Plattform Amazers ruft ihre Nutzer dazu auf, eigene Herausforderungen zu meistern. Die beiden Brüder Fabio und Danilo Carlucci aus der Schweiz waren 2013 ursprünglich mit einer Content-Webseite gestartet, auf der inspirierende Geschichten und Interviews von Erfolgsmenschen geteilt wurden. „Es hat ein wenig gedauert, bis wir merkten, dass wir uns mit unserem Konzept auf Handlungen konzentrieren müssen“, erklärt Fabio Carlucci gegenüber Gründerszenes Schwestermagazin VentureVillage.

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Diese Erkenntnis kam den beiden Brüdern bei einen TED-Talk von Chris Guilleabeau. Guilleabeau erklärte, wenn Inspriration nicht mit tatsächlichem Handeln verknüpft sei, wäre sie nichts als heiße Luft. Davon angetrieben, schlossen die Gründer Anfang 2014 die alte Webseite und begannen, an ihrem neuen Konzept zu arbeiten.

Amazers will Nutzer dazu inspirieren, sich eigene Ziele zu setzen und diese im Rahmen von Challenges, die auf der Plattform ausgerufen werden, zu errreichen. „Die Leute wollen an neuen Erfahrungen wachsen und sich verbunden fühlen“, erklärt Danilo Carlucci. „Auf Amazers können sie genau das tun.“

Theoretisch kann eine unbegrenzte Anzahl von Nutzern an der jeweiligen Challenge teilnehmen, diese werden dann allerdings in kleinen Gruppen zu je 30 Leuten zusammengefasst. Die jeweilige Challenge startet, wenn sich 30 Nutzer dafür angemeldet haben. „Es ist großartig zu sehen, wie sich die Nutzer engagieren und gegenseitig während der Challenge motivieren“, kommentiert Fabio Carlucci die Aktivitäten der vergangenen Tage.

Ein Ballonfahrer als Schirmherr

Ende Juni ist die erste Challenge gestartet: „Erreiche deine Ziele mit Pioniergeist“. Prominenter Schirmherr dieser Challenge ist Bertrand Piccard, der als erster Mensch die Erde mit einem Ballon umrundete und das Solarflugzeug-Projekt Solar Impulse initiierte. Ziel ist es, während der Challenge zu erkennen, dass Pioniergeist weniger mit neuen Ideen zu tun hat, als vielmehr damit, alte Gewohnheiten und Überzeugungen abzulegen, um aufgeschlossener und kreativer mit Unbekanntem umzugehen.

Neben der Motivation, sich in einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten gegenseitig bei der Erreichung der eigenen Ziele anzuspornen, gibt es für die Teilnehmer als weiteren Anreiz Preise zu gewinnen. Der Hauptpreis für die aktuelle Challenge ist eine Reise in die Schweiz, bei welcher der Gewinner Bertrand Piccard treffen und sein Solarflugzeug Solar Impulse 2 sehen wird.

Im Moment verdienen die Macher von Amazers noch kein Geld mit ihrer Plattform. Zukünftig wollen sie mit Marken zusammenarbeiten, die dann hinter den jeweiligen Challenges stehen sollen. „Damit können wir den Unternehmen eine Lösung für die Wahrnehmung ihrer Produkte anbieten“, so Fabio Carlucci. Die Herausforderung für die Macher von Amazers wird es sein, ihre Plattform größer und bekannter zu machen.

Ähnliche Ansätze wie Amazers verfolgen auch die Berliner App Klash oder Lift aus San Francisco: Auch hier sollen Menschen über die Community dazu angespornt werden, sich Challenges zu stellen. Im Gegensatz zu Amazers sind es bei Lift aber eher kleinere Aufgaben wie etwa mehr Sport zu treiben, sich gesünder zu ernähren oder mit dem Nägelkauen aufzuhören. Bei Klash wiederum geht es vor allem um Spaß: Hier können sich Freunde gegenseitig herausfordern. Lift konnte bereits 2,5 Millionen US-Dollar einsammeln, Klash bekam Anfang 2013 eine sechsstellige Summe in der Seed-Runde – liegt aber derzeit offenbar brach. Der letzte Eintrag der Seite datiert ein Jahr zurück.

Mitarbeit: Lydia Skrabania

Bild: Amazers; Dieser Artikel erschien ursprünglich in englischer Sprache auf VentureVillage. Ins Deutsche übersetzt von Lydia Skrabania.