Sebastian Buckpesch App-Arena

Sebastian Buckpesch gründete iConsultants, die Macher von App-Arena

Wie können Unternehmen ihr Image aufbessern? Mit Apps, meint Sebastian Buckpesch. Er ist der Gründer der Plattform App-Arena. Dort können Firmen Apps – etwa ein Tippspiel zur Fußball-EM – kaufen, anpassen und auf Facebook oder ihrer Webseite einbinden. Das soll den Nutzer unterhalten, ihn an die Marke binden – und im Bestfall für mehr Umsatz für das Unternehmen sorgen.

Hinter der Marke App-Arena steht die Kölner iConsultants GmbH. Buckpesch gründete das Startup 2010 gemeinsam mit Hubertus Porschen. 2014 übernahmen sie den App-Anbieter Halaliti. Während sich Buckpesch um Technik, Prozesse und Marketing kümmert, verantwortet Porschen die Bereiche Vertrieb, Finanzierung und Personal. Derzeit arbeiten 15 Mitarbeiter für iConsultants.

Gründer und CEO Sebastian Buckpesch im Interview.

Sebastian, Du hast vorher in einem Konzern gearbeitet. Wieso hast Du Dich selbständig gemacht und ein Startup gegründet?

Ich entwickle bereits seit meinem sechzehnten Lebensjahr Software für das Internet. Auch neben meiner Beschäftigung bei Daimler und Lufthansa Technik habe ich Web-Projekte durchgeführt und meine eigenen Ziele weiter voran getrieben. Als ich meinen Mitgründer Hubertus Porschen über einen gemeinsamen Freund kennengelernt habe, wurde uns schnell klar, dass wir dieselben Ziele verfolgen. Meine Innovations- und Arbeitskraft in ein eigenes Unternehmen einzubringen, war schon immer mein Traum.

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Wie ging es dann weiter?

Gestartet sind wir 2010 mit einem EXIST-Gründungsstipendium. 2013 konnten wir mit unserer Eigenentwicklung „App-Manager“ vier Business Angels davon überzeugen, zu investieren. So konnten wir das Unternehmen auf die nächste Stufe heben. 2015 haben wir den Break-Even erreicht und finanzieren uns seither aus eigenen Umsätzen. Wir sind zwar vor kurzem erst aus viel zu kleinen Büroräumen ausgezogen, es wird aber schon wieder ein wenig eng in den Moltkehöfen. Hier befinden wir uns in guter Gesellschaft mit anderen Startups: Das soziale Netzwerk Werkenntwen hatte hier auch einmal sein Büro.

Ihr vertreibt Web-Apps aus der Cloud. Was genau bedeutet das?

Unsere Tools dienen zur Leadgenerierung, also der Gewinnung von Interessenten, und Markenbildung von Unternehmen und können über jeden Web-Browser aufgerufen werden. Wir bieten zudem die Möglichkeit, unsere Web-Apps in die eigene Webseite oder Facebook-Fanseite einzubetten. Ursprünglich haben wir Facebook-Apps programmiert. Auf die eine Plattform wollten wir uns aber nicht beschränken und sind jetzt unabhängig und überall verfügbar. Zu unseren Kunden gehören zum Beispiel die Continentale Versicherung oder BASF.

Wie hat sich euer Angebot in den Jahren entwickelt?

Die ersten Apps waren ein Gewinnspiel, ein Quiz, ein Fotowettbewerb, ein Adventskalender und ein Tippspiel. Im Hintergrund haben wir eine technische Infrastruktur entwickelt – unseren App-Manager – die es uns ermöglicht, Apps schnell zu diversifizieren. Wir nehmen also eine technologische Basis und können daraus verschiedene Apps bauen. Aus einem Fotowettbewerb wurde so schnell ein Vereinsvoting oder Videowettbewerb – ein Adventskalender zum Ostersuchspiel. Mittlerweile bieten wir über 50 Apps an. Aktuell entwickeln wir das Tippspiel speziell für die UEFA Euro 2016, die am 10. Juni startet.

Wie finanzieren Apps wie das Tippspiel Dein Unternehmen?

Wir sind im B2B-Geschäft tätig. Wir bieten Unternehmen, die ein Tippspiel durchführen möchten, unsere Technologie an. Über unseren Onlineshop können alle Produkte gekauft und sofort eingesetzt werden. Die Monetarisierung erfolgt über die Lizenz-Gebühren für die Nutzung unserer Cloud-Software und über eine Vielzahl von Zusatz-Dienstleistungen wie Grafikerstellung, Einrichtung, Werbeanzeigen-Management und E-Mail-Marketing, die wir für unsere Kunden übernehmen.

Wo siehst Du die Zukunft Deines Unternehmens?

Wir sind ein Technologie-Unternehmen. Und der App-Manager ist unser Kern, den wir gerade auf Version 2.0 entwickeln. Wir werden ihn noch in diesem Jahr relaunchen. Dadurch werden wir schneller und flexibler auf Kundenwünsche eingehen können.

Bild: iConsultants