App Entwicklung

Was ist beim Thema App-Entwicklung wichtig?

Es gibt einige Dinge, auf die man unbedingt achten sollte, wenn man sich entschließt, sein Geschäftsmodell durch den mobilen Kanal zu erweitern oder sogar seine gesamte Geschäftsstrategie auf Mobile zu setzen. Der Gründer sollte sich erst einmal fragen:

  • Was will ich mit meiner App erreichen, was soll sie den Nutzern bringen?
  • Soll die App zur Kundengewinnung oder -bindung eingesetzt werden oder biete ich etwas (zum Beispiel einen Service oder Informationen) zum Verkauf an?
  • Was ist das Besondere an der App, das sich von der Konkurrenz unterscheidet? Was kann ich besser machen als andere?
  • Was ist das Geschäftsmodell hinter der App, wie will ich damit Geld verdienen? Ein Erlösmodell muss nicht immer der Verkauf einer App sein.
  • Welche Plattformen sollen unterstützt werden?
  • Brauche ich eine Smartphone-App, eine Tablet-App oder beides? Smartphones und Tablets unterscheiden sich je nach Einsatzzweck recht stark.
  • Die Idee der App muss stimmig sein und Mehrwert beziehungsweise Bedarf beim Kunden erwecken. Denn wenn kein wirklicher Mehrwert durch die App geschaffen wird, kann man sich viel Geld und Zeit sparen.

Was kostet eine App?

Ohne zu wissen, was die App genau können soll oder wie sie überhaupt ausschaut, ist das immer relativ schwierig zu sagen. Ein aufwändiges Augmented-Reality-Game ist natürlich viel teurer als ein simpler Filialfinder in Kombination mit einer Map.

Für welche Plattform soll entwickelt werden?

Derzeit dominieren die Systeme von Android und iOS (iPhone/iPad) den Markt, und das wird auch erstmal noch eine Weile so bleiben. Beide Plattformen sind derzeit wichtig, es kommt aber auch ein wenig auf die Zielgruppe der App an. iPhone-Nutzer sind grundsätzlich eher dazu bereit, (mehr) Geld für Apps auszugegeben, aber inzwischen gibt es mehr Android- als iOS-User, so dass auch Android-Nutzer in Summe ordentliche Umsätze erzielen.

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Es gibt mittlerweile über 200 verschiedene Android-Geräte mit jeweils verschiedenen Bildschirmgrößen und -auflösungen. Das macht es in der App-Entwicklung natürlich deutlich aufwändiger, für all diese Gerätetypen die App entsprechend anzupassen.

In einigen Fällen haben auch Crossplattform-Lösungen Sinn, über die die App auf mehreren Plattformen lauffähig gemacht wird. Hier könnte es jedoch gelegentlich einen eingeschränkten Funktionsumfang geben. Das hängt von den Möglichkeiten des eingesetzten Cross-Plattform-Tools ab.

Wie wird eine App zum Erfolg?

Nicht jede App muss in einer jeweiligen Kategorie auf Platz 1 im App Store stehen, um „erfolgreich“ zu sein. Auch wenn gewisse Apps nur von einer kleineren Anzahl von Usern genutzt werden, diese die App aber dafür intensiv nutzen und sie auf ihren Nutzen perfekt abgestimmt ist, ist das ein Erfolg.

Pressearbeit, Investitionen in Marketing-Maßnahmen und ernsthaftes Interesses an dem Thema Social-Media-Funktionen in der App sind Voraussetzung dafür, dass man mit seinem Produkt nicht im „App-Dschungel“ untergeht. Gezielte Ansprache der Zielgruppen in Fachmedien, App-Review-Blogs, Online-Magazinen und Platzierung in den Top-Rankings sind ebenso wichtig wie die Verbreitung über soziale Netzwerke und Mundpropaganda. Daneben gibt es viele Möglichkeiten im Bereich In-App-Advertising und Mobile-Marketing, wobei man die Besonderheiten gegenüber klassischen Marketing-Strategien beachten sollte.

Letztendlich sind es natürlich die User, die über den Erfolg der App entscheiden, sie nutzen die App, geben eine Bewertung ab, empfehlen sie an Freunde und Bekannte weiter et cetera. Daher ist es wichtig, fortlaufend das Feedback der User einzusammeln und bei der Weiterentwicklung der App zu berücksichtigen. Durch die Aufforderungen zu Bewertungen und Rankings auch in der App selbst kann man aktiv Feedback einholen und dann weiterverarbeiten.

Du willst mehr über App-Entwicklung erfahren? Dann melde Dich hier zum Gründerszene-Seminar zum Thema an.

Bild: scanrail (Oleksiy Mark)