Auctionata Entlassungen

Das Auctionata-Führungsteam: CTO Georg Untersalmberger, CEO Alexander Zacke und COO Jan Thiel (von links)

Manchmal geht es eben (zu) schnell mit dem Wachstum. Offenbar auch bei der Berliner Auktionsplattform Auctionata. Die will sich zukünftig „auf nachhaltiges und effizientes Wachstum“ fokussieren, wie das Unternehmen gestern anlässlich seiner stattlichen Finanzierungsrunde über 42 Millionen Euro vermeldete. Dazu gehören eine Konzentration auf das Kerngeschäft und ein Fokus auf die wichtigsten Kategorien, darunter Uhren, Oldtimer, Wein, Schmuck, Design, Kunst und Antiquitäten.

Und offenbar gehört dazu auch, sich von einem Teil der Mitarbeiter zu trennen. Das bestätigte das Unternehmen gegenüber Gründerszene. Genaue Zahlen wollte das Berliner Startup nicht nennen. Aus Unternehmenskreisen war von bis zu 30 Prozent der Belegschaft zu hören – Auctionata selbst kommentierte diese Zahl auf Nachfrage nicht. Verträge seien nicht verlängert worden, Probezeiten beendet, hieß es weiter aus dem Umfeld. Bezüglich seiner gesamten Mitarbeiterzahl hatte Auctionata zuletzt eine Zahl von mehr als 300 Mitarbeitern kommuniziert.

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Die Handbremse will das Auktionshaus indes eindeutig nicht anziehen: Neue Kategorien wie Musikinstrumente, Diamanten und Edelsteine sowie Luxusimmobilien sollen mit dem frischen Kapital bald vorbereitet werden.

Gegründet wurde Auctionata 2012 von CEO Alexander Zacke und CTO Georg Untersalmberger. Neben seinem Online-Shop setzt das Berliner Startup seit Mai 2013 vor allem auf Live-Auktionen, die mehrmals pro Woche aus eigenen TV-Studios gesendet werden. Dank der Live-Auktionen sei Auctionata in den vergangenen zwei Jahren „erheblich gewachsen“, hatte CEO Alexander Zacke kürzlich erklärt.

Ähnlich wie der Babyartikel-Versender Windeln.de, der Brillen-Shop Mister Spex sowie die Lieferdienstplattform Delivery Hero gilt auch Auctionata als möglicher Kandidat für den nächsten Börsengang eines deutschen Startups.

Bild: Auctionata