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Die Avuba-Gründer: Oliver Lukesch (CPO) und Jonas Piela (CEO)

Avuba will „nicht zu schnell wachsen“

An den Bankensektor haben sich bisher nur wenige Tech-Startups herangetraut. Ja, es gibt einige Apps wie iOutbank, Holvi oder Mint, die in erster Linie auf ein bestehendes Konto aufsetzen und die Verwaltung optisch ansprechender gestalten. Oder Numbrs, mit der mehrere Konten in einer App verwaltet werden können. Und nicht zuletzt gibt es Banken wie Fidor, die als Direktbank keine Offline-Filialen mehr unterhalten und ihr ganzes Geschäft in der Online-Welt abwickeln, mit Social-Community-Komponente. Verglichen mit dem E-Commerce-Sektor ist das Angebot also überaus überschaubar.

Wie sehr eine Modernisierung im Bankwesen gebraucht wird, lässt sich nicht zuletzt auch an der gerade mal wieder aufgeflammten Bitcoin-Diskussion ablesen. Dass bislang noch kein echter Durchbruch in dem Bereich erzielt werden konnte, mag wohl daran liegen, dass Bankkunden beim lieben Geld keinen Vertrauensvorschuss geben. Nicht nur seit der NSA-Affäre ist Vertrauen in wirklich sichere Verbindungen das höchste Gut. Ein Punkt, den auch Avuba-Mitgründer Jonas Piela immer wieder ansprechen muss, wenn er über sein Startup redet, dass das mobile „Girokonto der nächsten Generation“ sein will.

Avuba (www.avuba.de) bietet eigene Konten an und kooperiert dabei mit der „net-m privatbank 1891“. Der Zahlungsverkehr wird über das Rechenzentrum der Volks- und Raiffeisenbanken abgewickelt, „alles nach höchsten Sicherheitsstandards“, wie Piela betont.

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Anfang der Woche haben er und Mitgründer Oliver Lukesch (einst Gründer von Weavly) mit einem Beta-Test ihres Dienstes begonnen und erste Konten an Interessenten ausgegeben. Bis Ende des Jahres sollen es ein paar hundert sein. „Wir wollen nicht zu schnell wachsen, sondern erstmal unsere Zielgruppe besser verstehen und diese mit einem Rundum-Service glücklich machen“, sagt Piela.

Sollte Avuba klappen, so kündigt er schon einmal an, dass es nicht nur beim Girokonto bleiben soll. Pläne für Entwickler-API und Online-Payment-Funktion gibt es schon in der Schublade. 2014 soll Avuba aus der Beta rausgehen und sich dann über eine monatliche Gebühr und die sogenannte Interchange Fee (also einer Transaktionsgebühr bei der Kredit- oder EC-Kartennutzung) monetarisieren.

Wie der Dienst genau funktioniert und vor allem, wie man so ein Banking-Startup überhaupt aufzieht und ob er auch Angst vor dem Scheitern hat, darüber spricht Piela im folgenden Video-Interview.

Foto: Avuba