Die Babbel-Gründer Thomas Holl, Markus Witte und Lorenz Heine (von links)

Babbel: Neues Büro in New York

Der Berliner Sprachlern-Dienst Babbel geht einen weiteren Schritt in Richtung US-Markt: In New York eröffnet das 2007 gegründete Startup einen eigenen Standort mit zunächst sechs Mitarbeitern, Mitgründer Thomas Holl soll den US-Ableger Babbel Inc. leiten.

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Es ist nicht das erste Mal, dass Babbel versucht, in den USA Fuß zu fassen – 2013 übernahmen die Berliner den kalifornischen Wettbewerber PlaySay für eine unbekannte Summe. Nach Unternehmensangaben konnte die Akquisition allerdings aus dem operativen Cashflow finanziert werden. Schon damals sprach Babbel davon, mit der Übernahme „jenseits des großen Teiches“ zu expandieren. Doch offenbar reichte der Schritt nicht, um sich im US-Markt den Erwartungen entsprechend durchzusetzen.

Mit dem Büro in New York vollziehe Babbel nun den „offiziellen Eintritt in den US-amerikanischen Markt“, so das Unternehmen. Bei der PlaySay-Übernahme sei es vor allem darum gegangen, „Erkenntnisse über den US-Markt zu gewinnen“. Schon heute stammten immerhin „zweistellige Prozente unseres Umsatzes“ aus den USA.

„Für Babbel haben die USA ein enormes Potenzial und wir erwarten allein für 2015 ein Wachstum im deutlichen dreistelligen Prozentbereich“, sagt Mitgründer Thomas Holl. Nachfrage sehen die Babbel-Macher vor allem bei Nutzern, die in ihrer Freizeit lernen wollen – schließlich werden Fremdsprachenkenntnisse in den USA weder in der Schule noch im Beruf vorausgesetzt.

Das Unternehmen, zu dessen Führungsteam neben Holl CEO Markus Witte, CIO Lorenz Heine und CFO Markus Corallo gehören, ist mittlerweile für 14 Lernsprachen verfügbar. Am Berliner Hauptsitz beschäftigt das Unternehmen über 300 Mitarbeiter.

Bild: Babbel