Die Babbel-Führungsmannschaft mit Thomas Holl, Markus Witte und Lorenz Heine (von links)

In diesem Jahr wird der Berliner Sprachlern-Dienst Babbel acht Jahre alt – und schließt nun seine erst dritte Finanzierungsrunde ab. Die Serie C in Höhe von 22 Millionen US-Dollar kommt von Lead-Investor Scottish Equity Partners sowie den Altgesellschaftern Reed Elsevier Ventures, Nokia Growth Partners und IBB Beteiligungsgesellschaft über ihren VC Fonds Technologie.

Im Frühjahr 2013 hatte Babbel zuletzt bei der Serie B zehn Millionen Dollar eingesammelt, zuvor finanzierten die IBB und der VC Kizoo Technology Ventures 2008 das Unternehmen.

Schon seit 2011 arbeitet Babbel nach eigenen Angaben profitabel – weshalb es keinen Druck gegeben habe, „möglichst schnell eine neue Finanzierung aufzunehmen“, erklärt eine Unternehmessprecherin gegenüber Gründerszene. Die Serie C sei seit dem vergangenen Jahr für diesen Zeitpunkt vorgesehen gewesen – nun solle mit dem frischen Kapital noch einmal der Turbo angeworfen werden. Es gehe „darum, das Wachstum exponentiell zu steigern“, so die Sprecherin. Ebenfalls seit 2011 wächst Babbel nach eigenen Angaben konstant etwa 100 Prozent pro Jahr.

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Im Fokus steht dabei weiterhin der US-Markt, in dem das Unternehmen seit Januar eine eigene Niederlassung betreibt. Die wird von Mitgründer Thomas Holl geleitet und ist inzwischen zehn Mann stark. Schon 2013 übernahmen die Berliner den kalifornischen Wettbewerber PlaySay für eine unbekannte Summe. Noch in diesem Jahr solle das US-Team „stark ausgebaut werden“.

Daneben will Babbel weiter in neue Produkte investieren. Es sei „gefährlich, sich auf einem funktionierenden guten Produkt auszuruhen“, so die Sprecherin. „Wir wollen keine Entwicklung verpassen, sondern – wie bei der Apple Watch – von Anfang an mit dabei sein, wenn sich neue Möglichkeiten zum Sprachenlernen und neue Nutzungsweisen für unsere App bieten.“

Babbel sieht sich als Marktführer für Online-Sprachenlernen und ist die nach eigenen Angaben weltweit umsatzstärkste Sprachlern-App. Man sei zudem der einzige Anbieter mit einem profitablen Geschäftsmodell und habe den größten Stamm an zahlenden Kunden. Jeden Tag werde die Babbel-App „bis zu 120.000 mal heruntergeladen“ – kumulierte Downloadzahlen kommuniziert das Unternehmen allerdings nicht.

Babbel wurde 2007 von Amerika-Chef Thomas Holl, CEO Markus Witte, CIO Lorenz Heine und dem 2010 ausgeschiedenen Toine Diepstraten gegründet und beschäftigt heute über 350 Mitarbeiter in Berlin und New York.

Bild: Babbel