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Bang With Friends im Apple App Store – mal wieder

Gute Nachrichten nicht nur für Freunde der anrüchigen Bang-With-Friends-Thematik (www.bangwithfriends.com), sondern für alle, die kürzlich beim Einreichen ihrer App in den App Store auf Probleme stießen. Nach Bang With Friends‘ Hin und Her mit Apple bezüglich der Anrüchigkeit ihrer App und dem damit verbundenen Ausschluss aus dem App Store, steht nun überraschend die neue Version der Bang-App im Store zum Download bereit. Wie löste Bang With Friends diese Problematik? Dazu ein kurzer Rückblick in die App-Store-Historie des „Dating“-Unternehmens:

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Nachdem es die erste App-Version ohne Probleme in die Liveschaltung schaffte, stellte sich Apple beim folgenden Update quer und verbannte jegliche Bang-With-Friends-Inhalte sukzessive aus dem Store. Als Grund nannte Apple Punkt 16.1 ihrer Richtlinien, der besagt, dass „Apps, die hochgradig anstößige oder geschmacklose Inhalte verbreiten, abgewiesen werden“. BWF-CEO Colin (der seit jeher selbst in offiziellen Stellungnahmen nur seinen Vornamen verwendet und sich selbst als Chief Bangin‘ Officer titelt) widerspricht den Abweisungsgründen und nennt die Möglichkeiten der sexuellen Kontaktaufnahme über die BWF-App „witzig und ehrlich“. Die Kontaktaufnahme mit Apple indes gestaltete sich als schwierig, so Colin. Der zweifache Versuch des Besuchs des CEOs direkt vor Ort führte zu keinem Ergebnis, sondern der Drohung Apples, die Polizei zu rufen.

Zulassung durch Umverpackung anstößiger Inhalte

Als Grund für die Absage kristallisierte sich nach wochenlangen Debatten nicht ausschließlich die App an sich, sondern auch die Präsentation dieser heraus. Ähnlich geartete Apps, die von der Community klar für die selben Tätigkeiten genutzt wurden, präsentierten diese Services nur indirekt nach außen. Dies, so scheint es nun, stellt für Apple kein Problem dar. Zudem dürfte Bang With Friends dessen eigene Popularität zum Verhängnis geworden sein.

Während, laut CEO Colin, Apps mit deutlich weniger Bekanntheitsgrad aber offensichtlich ebenso „anstößigen und geschmacklosen“ Inhalten durch Apples App Policy Department zugelassen wurden, schaffte es die App der mittlerweile 1,2 Millionen Mitglieder zählenden BWF-Community nicht durch die Prüfung. Ebenso spricht für diese These, dass die erste App-Version zugelassen und das folgende Update – mit gestiegener Popularität des Startups – abgelehnt wurde. Es scheint, als wenn Apple ein Exempel statuieren wollte – oder nicht über genügend personelle Kapazitäten für kleinere App-Kandidaten verfügt.

Dass Bang With Friends mit ihrer neuen Version nun dennoch im App Store vertreten ist, dürfte vier Gründe haben. Erstens: die konsequente Uneinsichtigkeit der Macher gegenüber der Apple-Absage; zweitens: die, wie bei der Konkurrenz, dezentere Aufmachung von offensichtlichen Inhalten; drittens: neue Features, die nicht explizit auf die sexuelle Kontaktanbahnung zielen; und viertens: die Namensänderung der App in das neutrale „Down“ (aus der BWF-Phrase „down to bang“).

So sieht die neue BWF-App-Version aus

Wer derzeit mit Apple um die Freischaltung einer ähnlich gearteten mobilen Anwendung ringt, findet vielleicht Anregungen, mit welchen App-Inhalten dieser Prozess zum Positiven gewendet werden kann, in den Screenshots der aktuellen Bang-With-Friends-App.

Bild und Screenshots: Bang With Friends