Nicht nur klassische Tech-Firmen liegen im Ranking der innovativsten Unternehmen der Welt vorne – auch solche aus der Konsumgüterbranche.

Innovationen braucht das Land

Deutschland ist innovationsfeindlich. Ein Vorwurf, den sich die BRD wohl gefallen lassen muss, betrachtet man den Gegenwind, den disruptive Geschäftsmodelle von US-Unternehmen wie Uber, Airbnb oder Google hierzulande erfahren. Aber wie schaut es mit Innovationsunternehmen innerhalb Deutschlands aus?

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Die Boston Consulting Group, die gerade eine eigene Startup-Einheit ins Leben rief, hat weltweit 1.500 Top-Manager aus verschiedenen Branchen zu ihrer Wahrnehmung von Innovation und Innnovationsfähigkeit befragt. Und laut BCG-Studie gibt es sie durchaus, die hochinnovativen Unternehmen in Deutschland. Allerdings nicht unter den Top Ten der fünfzig innovativsten Unternehmen weltweit. In die Top 50 haben es aber immerhin sieben deutsche Unternehmen geschafft.

Das laut BCG-Studie innovativste deutsche Unternehmen ist demnach der Technologiekonzern Siemens auf Rang 15 der Liste. Daneben finden sich im Ranking vier deutsche Autobauer: BMW, Volkswagen, Daimler und Audi. Mit Bayer und BASF sind zudem zwei deutsche Chemiekonzerne in der Top-50-Liste vertreten.

Wenig überrraschend: An der Innovationsspitze steht der US-Technologieriese Apple – und das bereits seit fünf Jahren in Folge. An zweiter Stelle folgt Google, den dritten Platz nimmt Samsung ein. Insgesamt haben im Jahr 2014 Technologie- und Telekommunikationsfirmen am stärksten abgeschnitten, was wohl ebenfalls wenig verwundert. Aber auch Konzerne aus der Konsumgüterbranche wie Nestlé, McDonald’s oder Nike sind zahlreicher vertreten als in vergangenen Jahren. Die größten Verluste im Vergleich zum Vorjahr haben hingegen die Autobauer hinnehmen müssen.

Die Top-Manager wurden für die Studie von BCG außerdem dazu befragt, wie sie die Innovationsfähigkeit ihrer Unternehmen einschätzen. Das Ergebnis: Das Vertrauen in die eigene Innovationskraft ist recht gering. Zwar gelte Innovation laut Studie in den entsprechenden Unternehmen als eine der höchsten Prioritäten, aber nur 13 Prozent der Befragten strebten demnach überhaupt nach disruptiven Innovationen – und davon schätzten wiederum 40 Prozent die Innovationskraft ihrer Unternehmen als eher durchschnittlich ein.

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