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Das Bergfürst-Führungstrio: Guido Sandler, Dennis Bemmann und Nicolas Jeissing (von links)

Banklizenz für Bergfürst

Bergfürst zeigt sich weiter wandlungsfähig: Das 2011 als Crowdinvesting-Plattform gegründete und in der Zwischenzeit zum Marktplatz für Immobilienfinanzierung erweiterte Startup ist nun eine Bank. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat dem Unternehmen, das ab sofort als Bergfürst Bank AG firmiert, eine Banklizenz als Wertpapierhandelsbank erteilt.

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Bergfürst, das seit 2012 schon über eine BaFin-Lizenz als Finanzdienstleister verfügt, kann damit nun selbständig Depotgeschäfte durchführen. Außerdem muss das Unternehmen noch härtere Auflagen erfüllen: „Regulierte Wertpapieremissionen und strenge Corporate-Governance-Strukturen bieten unseren Investoren dabei Sicherheit und Zuverlässigkeit, wie Sie es von einer Bank gewohnt sind“, erklärt Bergfürst-CEO Guido Sandler.

Mit dem neuen Status will Bergfürst sich außerdem begrifflich vom bisherigen Geschäft abgrenzen: „Mit Erhalt der Vollbank-Lizenz verabschieden wir uns vom Crowdinvesting.“ Der Grund: Für Kunden sei die Abgrenzung zum Crowdfunding unklar, Bergfürst werde sich deshalb „zukünftig dem Neo-Investing zugehörig fühlen“. Unter dem Konzept sei „die konsequente Synthese aus den Lektionen der jüngsten Vergangenheit und dem Ursprung des Bankwesens“ zu verstehen. „Neo-Investing lässt disruptive Geschäftsmodelle, die ihre Wurzeln im 21. Jahrhundert haben, in einem regulierten Umfeld gedeihen.“ Wie die Bergfürst-Macher den neu geschaffenen Begriff konkret ausfüllen wollen, bleibt noch offen.

Über Bergfürst hat bislang lediglich der Heimtextilien-Shop Urbanara Geld eingesammelt: Bis Anfang November 2013 kamen drei Millionen Euro zusammen. Im Herbst startet die erste Immobilien-Emission mit dem Middendorf-Haus im Hamburger Portugiesenviertel.

Bild: Bergfürst