Das Mambu-Management: Gründer und CEO Eugene Danilkis, David Hamilton, Gründer und COO Frederik Pfisterer, Gründerin Sofia Nunes, Douglas Pond und Rodica Levitchi (v.l.n.r.)

Das Berliner Fintech-Startup Mambu entwickelt Banking-Technologien für kleine Finanzinstitute und Anbieter von Mikrofinanzierungen. Jetzt erhält Mambu acht Millionen Euro bei einer neuen Finanzierung. Angeführt wird die Runde von dem Investmentarm der Commerzbank, CommerzVentures, und dem Münchner VC Acton Capital. Bestehende Gesellschafter erhöhen ebenfalls ihre Anteile.

Banken können Mambu für die Verwaltung von Krediten und Sparkonten nutzen. Mitgründer Frederik Pfisterer beschreibt seine Cloud-basierte Lösung als „Mix aus Buchhaltungs- und CRM-System“. Wer eine Bank gründen wolle, könne mit Mambu innerhalb weniger Stunden loslegen. Zudem sei das System deutlich billiger als traditionelle Finanzprogramme, erklärte er kürzlich gegenüber Gründerszene, als Mambu Platz 45 des Gründerszene-Wachstumsrankings belegte.

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Das Startup wurde Ende 2010 gegründet und fokussierte sich zunächst auf Mikrofinanzinstitute in Lateinamerika und Afrika. Inzwischen, so Pfisterer, kämen die meisten Neukunden aus Europa. Der Fintech-Boom habe Mambu bekannt gemacht: Kürzlich entschied sich eine britische Bank für das System. Laut Pfisterer nutzen weltweit 119 weitere Finanzinstitute die Software – in insgesamt 30 Ländern.

Mit dem eingesammelten Geld plant Mambu neue Büros in Asien und Amerika zu eröffnen. CEO Eugene Danilkis: „Weltweit bauen wir unsere Produktpalette aus und schließen neue Kunden an unsere Plattform an. Mit dem Kapital können wir unsere Produktentwicklung vorantreiben.“

In der Serie A vor drei Jahren flossen zwei Millionen US-Dollar in das Startup. Neben dem Alt-Investor Kizoo Technology Ventures hatten Runa Capital aus Moskau und Point Nine Capital Geld gegeben. Anfang 2011, kurz nach Mambus Gründung, war die Karlsruher Beteiligungsgesellschaft Kizoo mit einem unbekannten Betrag bei dem Banking-Unternehmen eingestiegen.

Bild: Mambu/Kollage Gründerszene