Mamibox nicht wirtschaftlich tragfähig

Das Abobox-Projekt Mamibox der Bertelsmann-Tochter DirectGroup Germany stellt seinen Dienst ein. Im Juni wurde die letzte Abobox an die Kunden ausgeliefert. Zur Begründung hieß es von der Bertelsmann-Tochter: „Trotz des durchweg positiven Feedbacks von Usern, Partnern und der Medien sehen wir leider für das Mamibox-Modell keine Zukunft, da es wirtschaftlich nicht in ausreichendem Maße tragfähig ist. Daher hat die DirectGroup Germany nun die Entscheidung getroffen, die Mamibox zu schließen.“

Anzeige
Mamibox war im November 2012 im Rahmen von Bevation, dem Inkubator der DirectGroup Germany, gestartet. Zuvor waren bereits die Bevation-Projekte Glinch und Snoopet eingestellt worden, im Frühjahr dieses Jahres wurde schließlich auch Bevation selbst eingestampft. Von der DirectGroup Germany hieß es damals, man wolle sich zukünftig darauf konzentrieren, „bestehende Projekte in den Bereichen E-Commerce und Abo-Commerce voranzubringen“.

Alle Bevation-Projekte von Schließung bedroht

Mittelfristig sind neben Mamibox nun jedoch auch die drei verbliebenen Abobox-Modelle PinkBox, LuxuryBox und MyJewelStars von der Schließung betroffen: Wie Bertelsmann Mitte Juni bekannt gab, werden alle deutschsprachigen Club- und Direktmarketinggeschäfte aufgrund mangelnder wirtschaftlicher Perspektive schrittweise eingestellt. Bis zum Jahresende 2015 soll die Schließung der DirectGroup Germany vollständig abgeschlossen sein.

Der Schließungsbeschluss gelte für alle Unternehmen der DirectGroup Germany. Wenn es allerdings Interessenten für einzelne Teile des Unternehmens gäbe, so werde man nach Lösungen suchen, um diesen „ein Weiterbestehen außerhalb der DirectGroup Germany zu ermöglichen“, erklärte ein Sprecher der DirectGroup Germany gegenüber Gründerszene. Das gelte auch für die bestehenden Abo-Commerce-Geschäfte.

Bisher läuft nur eines der Bevation-Projekte außerhalb des Bertelsmann-Konzerns weiter: Die Gourmetbox, ein Abo-Modell für Spezialitäten, wurde im November 2013 an die Metacrew Group verkauft, die das Geschäft aus Osnabrück heraus fortführt.


Eine Übersicht der Startup-Offlinegänge der vergangenen Monate:
Zur Galerie

Fabbeo war scheinbar zu früh dran für den deutschen Markt: Anfang Juni musste der 3D-Druck-Marktplatz sein Angebot wegen Kundenmangels einstellen. Fabbeo wurde 2012 von Fleur Augustinus, Karim Hamdi und Mike Schliekau gegründet und gleich ins Accelerator-Programm von Wayra aufgenommen. Das Berliner Unternehmen vermittelte Aufträge zwischen Kunden und 3D-Druck-Anbietern. Die Vision der Gründer war es gewesen, „3D-Druck für jedermann zugänglich zu machen“. Bildquelle: Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von flughafen

Bild:  panthermedia.net/Mitar gavric