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In Italien und Großbritannien legten die Fahrer der Lieferdienste Deliveroo und Foodora in der Vergangenheit ihre Arbeit bereits nieder. Sie streikten für bessere Arbeitsbedingungen.

So weit sind ihre deutschen Kollegen noch nicht. Gestern Abend haben sie sich allerdings in Berlin getroffen und zum ersten Mal einen Forderungskatalog zusammen mit der Gewerkschaft FAU vorgestellt. Unter den 100 Anwesenden befanden sich viele Fahrer von Deliveroo und Foodora, wie der Tagesspiegel berichtet.

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Von den Unternehmen fordern die Fahrer vor allem mehr Lohn. Die Freiberufler sollen demnach einen Euro mehr pro Lieferung erhalten und angestellte Fahrer einen Euro mehr pro Stunde, heißt es in dem Zeitungsbericht. Je nach Stadt unterscheiden sich die Löhne, die Foodora-Fahrer erhalten beispielsweise mindestens neun Euro.

Außerdem wollen die Fahrer eine zusätzliche Stunde für ihre eigene Schichtplanung, mehr Transparenz bei der Verteilung der Arbeitsschichten und genügend Schichten für die Fahrer. Zudem fordern sie ihre Arbeitgeber auf, alle Arbeitsmittel wie beispielsweise Fahrrad und Smartphone zur Verfügung zu stellen, heißt es in den Forderungen, die Gründerszene und NGIN Food vorliegen. Bislang bringen die Fahrer diese mit zur Arbeit.

Das langfristige Ziel sei es, einen Tarifvertrag durchzusetzen, schreibt ein Gewerkschaftssprecher auf Nachfrage.

Bild: Foodora; in einer ersten Version des Artikels stand, der Lohn betrage mindestens 8,50 Euro, es sind allerdings mindestens neun.