Sich mit leeren Floskeln als Superman (oder -woman) auszugeben, kommt meistens nicht gut an

Jeder von uns versucht, sich in einem Bewerbungsgespräch so gut wie möglich zu präsentieren. Und das ist auch in Ordnung. Nur sollte man es mit den Superlativen und Klischees nicht übertreiben. Bewerbungsunterlagen und Profile auf Karriere-Netzwerken wie Xing sind aber oft mit Formulierungen aufgefüllt, die kaum jemand in einem Gespräch tatsächlich benutzen würde.

Jeff Haden von „Inc.“ hat eine Liste mit Wörtern und Wortgruppen zusammengestellt, die großartig sind, wenn andere euch beschreiben. Ihr selbst solltet sie aber besser nicht in den Mund nehmen, wenn ihr von euch und euren Erfolgen erzählt — egal ob im Lebenslauf, im Vorstellungsgespräch oder auf der eigenen Webseite. Wir haben die wichtigsten von ihnen zusammengestellt.

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„Innovativ“

Die meisten Unternehmen behaupten, innovativ zu sein. Die meisten Menschen behaupten, innovativ zu sein. Kurz: Einfach jeder behauptet, innovativ zu sein.

Dabei ist es völlig in Ordnung, nicht innovativ zu sein. Innovation ist keine Grundvoraussetzung für Erfolg. Es reicht völlig aus, wenn ihr statt „neu“ einfach nur „besser“ seid.

Solltet ihr aber tatsächlich innovativ sein, dann posaunt es nicht durch die Gegend, sondern beweist es. Beschreibt die Produkte, die ihr entwickelt habt oder die Veränderungen, die ihr angestoßen habt.

„Umfangreiche Berufserfahrung“

Wenn ihr sagt, ihr habt „umfangreiche“ oder „langjährige Berufserfahrung“ bedeutet das nichts. Denn egal, wie lange ihr in einem Beruf gearbeitet habt: Es besteht immer noch die Möglichkeit, dass ihr schlecht in eurem Job seid. Es gibt Menschen, die haben fünf Jahre Gastronomieerfahrung, können aber keine Saftschorle einschenken (erst das Wasser, dann der Saft, sonst schäumt es über).

Beschreibt lieber, wie ihr arbeitet und was ihr könnt. Welche Erfahrungen habt ihr tatsächlich? Nennt Beispiele!

„Ergebnisorientiert“

Wirklich? Ihr konzentriert euch also auf das, wofür ihr bezahlt werdet? Dieses Wort könnt ihr getrost weglassen.

„Verantwortlich“

Wer sagt, dass er für etwas verantwortlich war, der benutzt eine passive Sprache. Im Grunde ist das auch nur eine andere Art, zu sagen: „Ich habe … gemacht“.

Schreibt nicht einfach: „Ich war verantwortlich für Social-Media-Marketing“. Beschreibt genau, was ihr getan habt, zum Beispiel: „Ich habe die Zugriffe durch den gezielten Einsatz von Social Media um 40 Prozent ausweiten können.“

Denkt daran: Erfolge sind immer beeindruckender als bloße Verantwortlichkeiten.

„Weltweiter Anbieter“

Die meisten Unternehmen sind in der Lage, ihre Produkte weltweit anzubieten. Bei denen, die es nicht können, ist es in der Regel offensichtlich.

Benutzt den Begriff nur, wenn es für euer Unternehmen unüblich ist, sonst seht ihr wie ein kleiner Krämer aus, der gerne Global Player wäre.

TITELBILD: GETTIMAGES / ROBERT DALY

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