Bibflirt wird zu Spotted

Die Flirtplattform Bibflirt (www.bibflirt.de) hat die Domain und die Marketingkanäle seines Wettbewerbers Spotted übernommen. Mit der Umbenennung von Bibflirt in Spotted soll die Zielgruppe erweitert werden, teilte das Startup aus Heidelberg mit. Bisher habe es sich bei den Nutzern von Bibflirt zum größten Teil um Studenten gehandelt.

Bibflirt wurde im Januar 2013 von Nik Myftari und vier Mitstreitern gegründet. Mithilfe der Plattform sollen Leute, die im realen Leben verpasst haben, einander anzusprechen, eine zweite Flirt-Chance bekommen. Dabei kann die Kontaktaufnahme direkt erfolgen. Bibflirt bezeichnet sich selbst als „größte Flirtplattform, welche das Wiederfinden und Ansprechen des verpassten Flirts aus dem realen Leben möglich macht“. Im letzten Jahr hatte das Startup nach eigenen Angaben 1,3 Millionen Nutzer.

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Im Dezember konnte Bibflirt in einer ersten Finanzierungsrunde einen sechsstelligen Betrag von Media Ventures und Wolfman Holdings einsammeln. Ohne die Finanzierung sei die Übernahme nicht möglich gewesen, sagte Bibflirt-Mitgründer Nik Myftari. Den Kaufpreis möchte er jedoch nicht nennen. Den eingesammelten Betrag will das Unternehmen zum weiteren Ausbau und der Vermarktung der Plattform verwendet. Die vier Mitarbeiter, die die Plattform von Spotted in Leipzig betrieben, werden allerdings nicht von Bibflirt übernommen.

Bibflirt will nach der Übernahme Mitte April eine überarbeitete Plattform und eine neue App unter dem neuen Namen veröffentlichen. Nach dem Relaunch soll die Plattform „prinzipiell wie eine Datingplattform funktionieren“, sagte Myftari. Der Unterschied sei aber, dass den Nutzern „nur Leute angezeigt werden, die sie auch im wirklichen Leben gesehen haben“. Das Matching funktioniere dabei über Event-, Location- und biometrische Daten. Die Namen der angezeigten Leute würden anonym bleiben – nur ein Profilfotos soll angezeigt werden.

Bild: Spotted