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Bitkom will auch gar kein reiner Startup-Verband sein

In den vergangenen zwölf Monaten hat sich die Startup-Szene immer stärker politisiert. Es hat sich sogar ein eigener Startup-Verband gegründet, der vor kurzem auch auf Gründerszene im Video-Interview zu Wort kam. Jene Gemeinschaft ist aus dem Gefühl heraus entstanden, dass es bisher keine adäquate Interessenvertretung für Startups und junge, kreative Digitalfirmen gibt. Dem widerspricht Bernhard Rohleder, der Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Bitkom (www.bitkom.org) vehement.

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Zu den insgesamt mehr als 1200 Unternehmen, die der 2001 gegründete Verband nach außen und in der Politik vertritt, gehören schon etwas mehr als 70 Startups, wie etwa die Heizungs-App Tado – Tendenz steigend.

Ansonsten besteht der Verband aus mehr als 800 sogenannten Mittelständlern und praktisch alle großen Telekommunikationsanstalten, Sofware-Herstellern und Geräteanbietern. „Wir werden nie ein reiner Startup-Verband werden“, erklärt Rohleder. „Es gibt aber viele Überschneidungen zwischen großen und kleinen Unternehmen.“

Und diese zeigten sich besonders, wenn es um das politische Engagement in Steuerfragen oder der Netzneutralität gehe. Wenn er dann das gemeinsame Interesse bei Rösler, Merkel und Co. vertrete, so stelle Rohleder aber auch fest, dass besonders die Startup-Szene immer noch wie ein exotisches, „unbekanntes  Tier“ wahrgenommen werde.

Im Interview mit Gründerszene-Herausgeber Joel Kaczmarek erläutert Rohleder auch das Verhältnis des Bitkom zum „Elefanten im Raum“ – dem Bundesverband Deutscher Startups. Beide hatten sich übrigens auf dem letztjährigen Bitkom-Trendkongress kennen gelernt und die Bühne geteilt (siehe Foto).

Außerdem erzählt Rohleder, was die Großen von den Kleinen lernen können, und umgekehrt. Und auf welchen Ebenen noch Handlungsbedarf in der für Startups relevanten Politik besteht.

Gründerszenes Moderator Joel Kaczmarek wird ausgestattet von: Modomoto (www.modomoto.de).

Bild: Bitkom