Hmmm, gerade lese ich im vc-facts-Newsletter: ‚Holtzbrinck gründet Inkubator für digitale Dienste‘. Und weiter heißt es: ‚Mit Holtzbrinck eLab investiert die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck in die Entwicklung und den Aufbau von digitalen Diensten, die sich über das Internet und mobile Endgeräte an den Endverbraucher richten.‘

Vor ein Paar Tagen haben mich zwei angehende Gründer mit einer Geschäftsidee besucht, um meine Meinung zu hören und zu sehen, ob ich potentiell an einem Investment interessiert bin. Die beiden hatten sich ein zweifelsohne interessantes Marktsegment im Internet ausgesucht. Ihr Konzept hatte gute Ansätze, war aber noch nicht ausgereift. Einen Prototypen oder so gab es nicht, lediglich eine gute Präsentation und einige Concept-Screens. Die beiden hatten ein wenig, aber nicht besonders viel Berufserfahrung – aber definitiv High Potentials mit den sehr hohen Opportunitätskosten (Banking, Consulting – you name it). Bewertungsvorstellung für die Erstrundenfinanzierung ihres neuen Ventures? Schlappe drei Millionen Euro.

Dem einen oder anderen kommt das sicherlich bekannt vor.

Auf der anderen Seite gab es interessante Folien auf einer CEO-Konferenz von Benchmark Capital Anfang diesen Jahres im Silicon Valley: Für fünf Technologien wurden Wirtschaftszyklen verglichen und in Phasen eingeteilt. Die Kernaussage war, dass Boom-Bust-Zyklen auch aus anderen Technologien schon bekannt sind und das nach dem großen Crash zunächst viele Jahre der eigentlichen Wertschöpfung erfolgten. Beispiel Eisenbahnen: vor dem Crash waren gerade mal 2.148 Meilen Gleise verlegt worden, nach dem Crash mehr als 20.000 Meilen.

Blase oder nicht Blase, dass ist hier die Frage…