Ex-Earlybird-Partner O’Leary auf der Konferenz Next in Berlin.

Ciarán O’Leary war Frontmann des Risikokapitalgebers Earlybird – dann beschloss er im Sommer, sein eigenes Ding zu machen. Gemeinsam mit seinem Kollegen Jason Whitmire verließ er das Unternehmen, um einen neuen VC zu gründen: BlueYard Capital. Heute verkündet O’Leary in seinem Blog, dass er für den Fonds 120 Millionen Dollar eingesammelt hat.

Das Kapital des in Berlin ansässigen BlueYard soll europaweit in Early-Stage-Startups investiert werden. Als Venture Partner haben O’Leary und Whitmire den neuen 6Wunderkinder-CEO Chad Fowler gewinnen können. Fowler war zunächst CTO beim Wunderlist-Unternehmen. Kurz nach der Übernahme durch Microsoft löste er den 6Wunderkinder-Gründer Christian Reber als Geschäftsführer ab.

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O’Leary schreibt in seinem Blog, er und Whitmire wollten sich nicht zu sehr auf bestimmte Sektoren fokussieren. Stattdessen seien für sie makroökonomische und soziale Veränderungen interessant, die durch Technologie angetrieben würden. Weiter heißt es, BlueYard wolle Partnerschaften langsam und Schritt für Schritt ausweiten – und nur mit Partnern eingehen, die beide Gründer bereits jahrelang kennen würden. Und: „Wir werden den Austausch mit Gründern nicht an Junior-Investmentmanager auslagern“, so O’Leary.

Bei BlueYard sei man darauf vorbereitet, den VC nach wenigen Fonds-Generationen wieder einzustellen – vielleicht bereits nach der ersten. Denn: Man wolle nicht in die Falle laufen, um jeden Preis große Operationen aufbauen zu wollen, die zum Selbstzweck würden. „Wir wollen sichergehen, dass wir gedanklich darauf vorbereitet sind, jederzeit aufzuhören, vor allem, wenn wir kein attraktives Produkt mehr für Entrepreneure und LPs sind. Allerdings ist uns völlig bewusst, dass es lange dauern kann, einen großartigen VC aufzubauen“, schreibt O’Leary.

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