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BlueYard-Partner O’Leary auf der Konferenz Next in Berlin.

Andreessen Horowitz und Union Square Ventures gehören zu den einflussreichsten Risikokapitalgebern der Welt. Gemeinsam haben sie in mehr als 400 junge Unternehmen investiert – darunter so namhafte Firmen wie Airbnb, Pinterest, Soundcloud, Etsy und Tumblr.

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Der Berliner VC BlueYard Capital ist dagegen erst vor etwa einem Jahr gestartet, fünf Unternehmen befinden sich im Portfolio, zehn Millionen sind ausgegeben. Und doch führte er jüngst eine Finanzierungsrunde mit eben jenen zwei US-Giganten an, ein Ritterschlag für den jungen Player.

Drei Millionen US-Dollar gingen dabei an OpenBazaar, einen Open-Source-Marktplatz, der über die Bitcom-Währung läuft, wie Finanzblog Coindesk berichtet. Für eine Finanzierung in der US-amerikanischen Tech-Szene keine große Summe, aber mit der Runde dürfte sich BlueYard nun dort endgültig einen Namen gemacht haben.

Hinter dem Risikokapitalgeber stehen Ciarán O’Leary und Jason Whitmire. Sie haben den VC Anfang dieses Jahres gegründet, nachdem sie zuvor den Risikokapitalgeber Earlybird Venture Capital mit aufgebaut hatten. Für BlueYard sammelten sie 120 Millionen US-Dollar an Funding ein, das sie vor allem in Unternehmen in der Frühphase investieren wollen. „Unser Schwerpunkt liegt auf Europa, wir investieren aber auch selektiv in den USA“, sagte O’Leary kürzlich zu Berlin Valley.

BlueYard habe demnach ein starkes Netzwerk in den USA. Fast alle Geldgeber des VCs kämen von dort, außerdem sei die Firma mit Konzernen wie Google, Microsoft und Amazon gut verdrahtet. Generell seien sechs bis zehn neue Investments pro Jahr ein guter Richtwert, so der Investor.

In seinem Blog schrieb O’Leary Anfang des Jahres, dass sie sich bei den Investments nicht auf bestimmte Sektoren fokussieren wolltenStattdessen seien für sie makroökonomische und soziale Veränderungen spannend, die durch Technologie angetrieben würden. Außerdem wolle BlueYard mit den Startups auf Augenhöhe reden. „Wir werden den Austausch mit Gründern nicht an Junior-Investmentmanager auslagern“, gab O’Leary an.

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Zum Portfolio der Berliner zählen mittlerweile abgesehen von OpenBaazar die Unternehmen Greta aus Stockholm, Deepstreamhub aus Berlin, Vectary aus Bratislava und OB 1, eine Tochter von OpenBaazar – allesamt Tech-Startups, die Services wie Entwicklung von Apps oder die Online-Erstellung von 3D-Modellen anbieten.

Zum aktuellen Investment mit den VC-Größen aus den Staaten will sich BlueYard nicht offiziell äußern. Im Moment würden sie keine Interviews geben, sagt Whitmire auf Nachfrage von Gründerszene und ergänzt: „Wir möchten gerne im Hintergrund bleiben, unsere Companys stehen im Vordergrund.“

BILD: BESTIMMTE RECHTE VORBEHALTEN von NEXTCONF