Da hatte jemand richtig Hass, schlechte Laune, Abneigung: „I hate Rocket, I hate the Samwer brothers, I hope they die, but I, right now, I want to stay, like, super quiet so they don’t come after me“, sagte Neil Blumenthal, CEO des Brillendesigners Warby Parker gegenüber Pando Daily.

„Super quiet“ ist das nicht. Jemandem den Tod zu wünschen, ist eher super daneben.

Der Satz fiel in einem Gespräch mit Pando Daily über Copycats. Seit 2010 ist Warby Parker im Markt, designt Brillen, verkauft sie von Beginn an online, betreibt inzwischen aber auch 16 eigene, echte Offline-Shops. Vergangenes Jahr lieferte sich das Unternehmen eine öffentliche, unschöne Auseinandersetzung mit dem Konkurrenten Classic Specs. Doch irgendwann bemerkten Blumenthal und seine Kollegen, dass Copycats ihr Geschäft offenbar gar nicht beeinflussen – seither versuchen sie die Nachahmer zu ignorieren.

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Bis zu dem Talk mit Pando Daily. „Copycats suck“, schimpfte Blumenthal und zog später über die Samwers her. Nur um dann zuzugeben: Eine Marke aufzubauen wie Warby Parker, das sei nicht so leicht zu kopieren. Er mache ja kein Plattformgeschäft. Die Samwers würden ehemalige Berater und MBA-Studenten anstellen – und die meisten von denen hätten eben keine Ahnung davon, wie man eine Marke aufbaut.

Den Videoausschnitt aus dem Gespräch gibt es bei Pando Daily.