Sigmar Gabriel beirat junge digitale wirtschaft

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) gibt das Geld frei – für Startup-Investments

Wachstumsfonds für bis zu 40-Millionen-Euro-Investments

Bei Wachstumsfinanzierungen für Startups in Deutschland gibt es eine Lücke – das Problem ist seit langem bekannt. Seit vergangenem Herbst plant Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) mit einem 500 Millionen Euro schweren Fonds Abhilfe zu schaffen.

Viel mehr als die Gesamtsumme und die Tatsache, dass der Topf gemeinsam mit dem Europäischen Investitionsfonds aufgelegt werden soll, war dazu bislang nicht bekannt. Aus einem internen Papier des Bundeswirtschaftsministeriums, über das zuerst die Rheinische Post berichtete und das auch Gründerszene vorliegt, ergeben sich nun weitere Details.

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Ähnlich wie der bereits existierende EIF/ERP-Dachfonds soll auch das Geld für den neuen Fonds aus dem sogenannten ERP-Sondervermögen finanziert werden. Die Ursprünge dieses Kapitalstocks gehen auf den Marshallplan beziehungsweise das European Recovery Program (ERP) der Nachkriegszeit zurück.

Investieren soll der neue Fonds immer gemeinsam mit „erfolgreichen VC-Managern/Fonds“, so das Ministerium. Finanzierungen in Größenordnungen von bis zu 30 oder sogar 40 Millionen Euro pro Unternehmen sollen möglich sein.

Weil zugleich der EIF/ERP-Dachfonds sowie der European Angels Fund aufgestockt werden soll, stehen laut Ministerium in Zukunft insgesamt zwei Milliarden Euro an staatlichen Mitteln für die Wagniskapitalfinanzierung bereit.

Aus dem Dokument des Wirtschaftsministeriums gehen außerdem noch zwei interessante Daten hervor: So wird die von der Bundesregierung bereits im Sommer beschlossene Steuerbefreiung des Invest-Zuschusses für Wagniskapital „voraussichtlich Anfang 2015“ in Kraft treten. Die zweite Ankündigung betrifft die staatliche Förderbank KfW: Sie wird demnach ihre vor einigen Jahren beendeten Aktivitäten als Ankerinvestor in VC-Fonds im Frühjahr 2015 wieder aufnehmen.

Bild: Alex Hofmann / Gründerszene