BMWi, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, EXIST, EXIST-Gründungskultur, Technische Universität Dortmund, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Technische Universität München, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Universität Potsdam, Technische Universität Berlin, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule München, EXIST-Gründerstipendium, Entrepreneurship, Gründungsförderungen, 2,7 Millionen, Förderung von Unternehmertum, Hochschulausgründungen

Was haben Oldenburg, München und Berlin gemeinsam? Sie alle beherbergen eine Gründerhochschule. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) prämierte vergangene Woche diejenigen zehn deutschen Hochschulen mit der besten Gründungskultur, davon drei mit Prädikat. Das Preisgeld: 2,7 Millionen Euro pro Hochschule und Ruhm für jahrelange harte Arbeit.

BMWi zeichnet „EXIST-Gründerhochschulen“ aus

Feuchte Hände, zitternde Hochschulvertreter und dann strahlende Gesichter bei den verdienten zehn Siegern: Das Bundeswirtschaftsministerium zeichnete die deutschen Hochschulen im Programm „EXIST“ (www.exist.de) aus, die die fortschrittlichsten Gründungskulturen etabliert haben. „Die deutschen Hochschulen sind auf gutem Wege und brauchen sich international nicht zu verstecken“, sagte der Vorsitzende der Jury, Thierry Volery von der Universität St. Gallen.

Im Rahmen des Wettbewerbs „Die Gründerhochschule“ stellt das BMWi in den kommenden sieben Jahren rund 46 Millionen Euro für die Umsetzung von Entrepreneurship-Projekten an Hochschulen zur Verfügung. Von 84 Hochschulen, die sich an dem Wettbewerb seit Mitte vergangenen Jahres beteiligt hatten, waren 24 erfolgreich in die zweite Projektrunde gekommen. Die folgenden sieben Hochschulen setzten sich mit ihren Projektvorschlägen gegen die Konkurrenz durch und werden jeweils mit bis zu 2,7 Millionen Euro gefördert:

  • Technische Universität Dortmund
  • Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • Technische Universität München
  • Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
  • Universität Potsdam

Besondere Auszeichnung für drei Hochschulen

Drei Hochschulen wurden für ihre Leistungen noch einmal gesondert ausgezeichnet: Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, die Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule München und die Technische Universität Berlin bekamen, neben den Fördergeldern, außerdem das Prädikat „Gründerhochschule“ verliehen.

Die Konzepte der drei Hochschulen reichten von der Entwicklung von Anreizsystemen für Ausgründungen und dem expliziten Fokus auf High-Potential-Startups, über die Etablierung neuer Entrepreneurship-Lehrgänge, bis hin zur Schaffung internationaler Gründer-Communities.

Hochschulen als Treiber unternehmerischen Denkens und Handelns

Probieren geht über Studieren – in diesem Sinne unterstützen die Gründungsförderungen und –initiativen  ihre Studierenden, Absolventen und Mitarbeiter durch Beratungsleistungen, kostenlose oder günstige Büroräume und Zugang zu wichtigen Netzwerken. Diese Leistungen sollen das unternehmerische Potential an Hochschulen fördern und dabei helfen die innovativen Ideen in eine Unternehmensgründung zu überführen.

Um dieses riesige Potential zu erschließen, unterstützt der Bund mit dem Programm „EXIST – Existenzgründungen aus der Wissenschaft“ seit 1998 Maßnahmen, die den Unternehmergeist an Hochschulen stärken und die Selbstständigkeit als eine echte Alternative zur Beschäftigung als Arbeitnehmer aufzeigen sollen. EXIST ist dabei Bestandteil der „Hightech-Strategie“ der Bundesregierung sowie der Initiative „Gründerland Deutschland“ des BMWi.

EXIST – Existenzgründungen aus der Wissenschaft

Neben dem Programm zur Förderung der Gründungskultur an Hochschulen, bietet EXIST außerdem umfangreiche Förderungen für Gründungsteams mit innovativen Geschäftsideen. Besonders attraktiv ist das Exist-Gründerstipendium, über das Gründerszene bereits berichtete:

Durch das EXIST-Gründerstipendium werden Gründerteams während der Vorgründungsphase umfangreich unterstützt, damit sie innerhalb eines Jahres einen Businessplan erstellen und ihre Produkt­- oder Dienstleistungsidee entwickeln können. Die heterogenen Teams, die in der Regel aus zwei bis drei Gründerinnen und Gründern bestehen, erhalten für ein Jahr ein Stipendium (Promovierte Gründer/innen erhalten 2.500 Euro/Monat, Absolventen mit Hochschulabschluss 2.000 Euro/Monat und Studierende 800 Euro/Monat) sowie Sach­ und Coachingmittel. Je Gründungsvorhaben beträgt die nicht-rückzahlbare Förderung durchschnittlich etwa 83.000 Euro.

Bereits 672 dieser EXIST-Stipendien wurden seit Programmstart Ende 2007 vergeben und pro Jahr werden rund 180 neue innovative Vorhaben gefördert. Bewerben können sich angehende Gründer mit Geschäftsideen, die in den Bereichen Software, Mobile, Kommunikationstechnologien, Internet, Umwelttechnologien und Medizintechnik angesiedelt sind.