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HelloFresh-CEO Dominik Richter

Erst vor wenigen Tagen gab der Essens-Lieferdienst HelloFresh seine Börsenambitionen offiziell bekannt. Einen Zeitpunkt wollte der Hoffnungsträger von Rocket Internet nicht nennen. In der Regel liegen etwa vier Wochen zwischen Ankündigung und dem Gang aufs Parkett.

Daraus wird erstmal nichts: Auf Grund „der Marktvolatilität“ verschiebe das Rocket-Venture seine Pläne, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg. Ein Informant gab gegenüber der Agentur an, die Sorge um die Investorennachfrage und die hohe Bewertung des Unternehmens spielten eine Rolle bei dem Schritt.

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Eine HelloFresh-Sprecherin bestätigte den Bericht am Samstagmorgen gegenüber Gründerszene: Das Startup werde die Pläne „erst einmal auf Eis legen“ und ein besseres Marktumfeld abwarten. Nach der jüngsten Finanzierungsrunde sei das Unternehmen gut aufgestellt. HelloFresh könnte nun Anfang des kommenden Jahres den Gang aufs Parkett ins Auge fassen.

In der letzten Finanzierungsrunde Ende September wurde HelloFresh vom Investor mit 2,6 Milliarden bewertet, im Februar waren es noch 0,6 Milliarden Euro. Momentan hält Rocket Internet 56,4 Prozent der Anteile, Insight Venture Partners 19,5 Prozent, Phenomen Ventures 9,4 Prozent, Vorwerk Direct Selling Ventures 4,6 Prozent, der jüngst eingestiegene Investor Baillie Gifford 2,9 Prozent und andere Aktionäre 0,6 Prozent. HelloFresh-Führungskräfte halten indirekt 6,6 Prozent an der Firma.

Bild: HelloFresh