Buchhaltung für Anfänger - KPMG

Unauffällig? Ja. Unwichtig? Niemals.

Ein Faktor, der ganz maßgeblich über den Erfolg eines Startups mitentscheidet, kommt unerwartet unauffällig daher: Die Buchhaltung. Nur mit einer lückenlosen und korrekten Dokumentation über die finanzielle Situation eines Unternehmens können Gründer zu Beginn ihres Business das Vertrauen von potenziellen Investoren gewinnen. Aber auch für den weiteren finanziellen betrieblichen Werdegang ist eine korrekte Buchhaltung überaus wichtig.

Die betriebliche Buchhaltung unterliegt jedoch sehr strengen Richtlinien. Wie gehen Gründer also bei der Abwicklung am besten vor?

First things first – Kontoeröffnung und Kontrollprozesse

Einer der ersten Schritte bei der Gründung eines Startups ist die Eröffnung eines Kontos unter dem Firmennamen. Dieses Konto darf dann ausschließlich Firmenzwecken dienen. Einmal pro Monat sollten die Kontoauszüge abgerufen und gespeichert werden, um Transaktionen zuordnen zu können. Doch nicht nur hier, sondern auch beim Handling von Bargeld sollten Gründer besonders strenge Maßstäbe ansetzen und von Anfang an interne Kontrollprozesse etablieren. Alle Abläufe müssen dabei den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung entsprechen. Was genau ist damit eigentlich gemeint?

Schwarz auf weiß hält den Anforderungen stand

Konkret bedeutet das, dass die Buchhaltung übersichtlich, vollständig, richtig und nachprüfbar sein muss. Sie muss so aufbereitet sein, dass sich ein sachverständiger Dritter innerhalb eines überschaubaren Zeitraums einarbeiten kann. Der Grund für diese strengen Regelungen liegt darin, dass die betriebliche Buchhaltung nicht nur ein Informationsinstrument für die Gründer, sondern auch eine Dokumentation des Finanzstatus darstellt, der etwa für Investoren bedeutsam ist. Um das Business sukzessiv zu erweitern, sind darüber hinaus eine präzise und treffsichere Planung und Budgetierung von hoher Wichtigkeit.

Out in the open – Die Offenlegungspflicht

Alle Kapitalgesellschaften müssen ihre Jahresabschlüsse offenlegen. Das bedeutet, dass auch ein Startup seine Zahlen preisgeben muss – und diese dann von der Konkurrenz eingesehen werden können.

Es gilt hierbei jedoch: Nicht mehr veröffentlichen als notwendig: Die Offenlegungspflichten unterscheiden sich je nach Größenklasse des Unternehmens, die von der Bilanzsumme, dem Umsatzerlös und der Mitarbeiterzahl abhängen. Gründer sollten sich deswegen unbedingt informieren, in welche Größenklasse ihr Startup fällt.

Für Vordenker und Querdenker: Der Smart Start Guide von KPMG

Wie Startups ihre Offenlegung im zulässigen Rahmen einschränken können, wie lange welche Unterlagen aufbewahrt werden müssen und welche Auswirkungen die aktuelle Gesetzgebung auf Startups hat, können Sie im Smart Start Guide von KPMG nachlesen.

 

Weiterlesen auf KPMG: http://smartstart.kpmg.de/buchfuehrung

 

 

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