Bisher hat das Berliner Startup Buying Show versucht, unter dem Radar zu bleiben. Vor gerade einmal vier Monaten initiierte Markus Fuhrmann, Mitgründer des milliardenbewerteten Lieferdienstes Delivery Hero, zusammen mit Ivan Herjavec den Mode-Marktplatz. Während Herjavec Geschäftsführer ist, steht Fuhrmann dem Management-Team als Berater zur Seite und wird sich weiterhin auf sein Games-Startup Dojo Madness konzentrieren.

Wie Gründerszene nun herausfand, ist das Startup derzeit dabei, seine Seed-Finanzierung einzusammeln. Ungefähr die Hälfte – 650.000 Euro – hat Buying Show bisher aufnehmen können, insgesamt sollen es 1,5 Millionen Euro werden. Die Runde soll in etwa zwei Wochen abgeschlossen sein, erzählt Geschäftsführer Herjavec auf Nachfrage von Gründerszene.

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Hinter der Plattform, die wie ein LinkedIn für Mode-Händler und -Labels funktionieren soll, stehen noch andere Köpfe der Startup-Szene. Gymondo-Mitgründer Rohan Garg hält ebenfalls Anteile an Buying Show und ist laut seiner LinkedIn-Seite nun CPO und Mitgründer des Jungunternehmens.

Auch mit dabei: der ehemalige Innovestment-CPO Thomas Herzog, laut LinkedIn nun zuständig für Sales bei Buying Show. Simon Kröger, Vice President im Bereich Technologie bei Fyber, Oliver Hüfner sowie die beiden Wagniskapitalgeber Target Global und DN Capital sind ebenfalls am Startup beteiligt.

Das Konzept von Buying Show besteht aus verschiedenen Komponenten. Modelabels können ihre Produkte digital auf der Plattform zur Schau stellen, Händler schauen sich die Stücke online an. Das spare beiden Parteien Zeit und Geld, betont Herjavec. Aber: Da gerade in der Fashionindustrie das Anfassen von Stoffen und Material wichtig ist, gibt es auch die Option, sich als Händler ein Stück Stoff schicken zu lassen.

Mode-Marken müssen für die Nutzung eine Gebühr von 2,5 Prozent an jeder durch Buying Show generierten Bestellung bezahlen, für Händler ist die Plattform kostenlos.

Auch als Tool für das Management von Bestellungen soll Buying Show fungieren. Bisher dient Buying Show nur als Portal, mit dem Versenden der Produkte oder dem Bezahlen hat das Unternehmen noch nichts zu tun. In Zukunft soll es aber auch als Tool für Bestellungen fungieren.

Buying Show arbeite bereits mit 500 Retailern und 100 Modelabels zusammen, erzählt Herjavec, der seit 20 Jahren in der Mode-Industrie tätig ist. Darunter seien namhafte Händler wie das Kaufhaus Harrods in London oder Peek & Cloppenburg in Deutschland.

Bild: Screenshot