Gras_drone

Mit einem Päckchen Gras sollen die Drohnen immer pünktlich beim Kunden angekommen.

Trends in der Startup-Szene lassen sich beliebig kombinieren: „Uber plus Irgendwas“ geht immer. Ein US-Blog zählte 66 Beispiele für Dienste mit dem Fahrdienst als Vorbild. Manche Startups sind damit durchaus erfolgreich. So sammelte das Uber for Weed, Eaze, vor wenigen Monaten zehn Millionen Dollar ein.

Ein On-Demand-Service plus Irgendwas – das funktioniert auch immer. Kürzlich ging ein On-Demand-Dienst zum Müllrausbringen an den Start. Da wurde dann selbst unter den Tech-Visionären diskutiert, ob es sich nicht doch um einen blöden Scherz handele.

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Nun gibt es ein weiteres Pärchen im Trend-Memorie: Cannabis-Lieferdienst plus Drohnen. Auf diese Idee kam das Startup Trees aus San Francisco, das bereits Boxen mit Cannabis ausliefert. Seit das Rauschmittel in einigen Bundesstaaten legal zu erwerben ist, sprießen die Gras-Startups nur so aus dem Boden.

Trees will sich von der Konkurrenz abheben: Die Ware soll nun bald per Drohne, den Weg zum Kunden finden. „Wir sehen Drohnen als eine fantastische Liefermöglichkeit“, sagte der Trees-Chef Marshall Hayner dem US-Blog Mashable. Fast prophetisch führte er weiter aus: „Eine Drohne ist niemals zu spät.“ Da die Lieferungen nicht viel wiegen, eignet sich Gras als Drohnen-Fracht tatsächlich besser als viele andere Produkte.

Hayner hat allerdings nicht bedacht: Auf diesem Weg könnte sein Startup einen Krieg der Drohnen vom Zaun brechen. Fremde werden sicherlich versuchen, die kleinen Grasboxen vom Himmel zu holen. Noch sind die Lüfte ruhig: Das US-Startup wartet – genauso wie der Logistikriese Amazon –  noch auf eine Liefererlaubnis für die Drohnen.

 

Bild: Yann Caradec/Flickr