Solarladegerät Changers

Mit dem Solar-Charger von Changers lassen sich Handy, Tablets und Laptops laden.

Millionenfinanzierung für Changers

Changers hat alle Höhen und Tiefen des Startup-Lebens bereits hinter sich. Permanente Veränderung eben, wie der Name schon gesagt. Erst gestartet, dann pleite, im Juni 2012 der Neustart, nachdem die Gründer die wichtigsten Assets aus der Insolvenzmasse herausgekauft hatten. Und jetzt wieder eine Veränderung: Es gibt eine Millionenfinanzierung.

Gleichwohl: So war der Name natürlich nie gemeint, auf manche Veränderung hätten die Macher sicher gern verzichtet. Changers ist vielmehr angetreten, den Energiemarkt ein ganz klein wenig zu revolutionieren. Das Produkt: eine kleine Solaranlage, mit Hilfe derer jeder sein Handy oder seinen Laptop aufladen kann. Wer den Charger benutzt, bekommt in der angeschlossenen Community angezeigt, wie viel CO2 er eingespart hat.

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Für jede selbsterzeugte Wattstunde gibt es Punkte, die wiederum gegen nachhaltige Produkte und Dienstleistungen eingetauscht werden können. Changers sei darum „vergleichbar mit einem grünen Miles and More“, sagt Markus Schulz, Gründer und Geschäftsführer der Betreiberfirma Blacksquared. Mit den CO2-Bonuspunkten habe Changers „die Grundlage für eine weltweite Klimawährung gelegt, mit der nachhaltiges Verhalten einheitlich bewertet und belohnt werden kann“.

Heliocentris als strategischer Partner

Die Idee hat nicht nur Q-Cells-Gründer Holger Feist überzeugt, der seit Ende 2013 Mitgesellschafter des Potsdamer Unternehmens ist. Sondern auch den Frühphasenfonds Brandenburg. Dieser wurde im Auftrag des Brandenburger Wirtschaftsministeriums durch die Investitionsbank des Landes Brandenburg aufgelegt.

Auch weitere Business Angels seien in der aktuellen Finanzierungsrunde mit an Bord, heißt es von Changers. Ebenfalls an dem Unternehmen beteiligt hat sich Heliocentris Energy Solutions, ein Hersteller von Energiemanagement-Systemen. Für die Changers-Macher ein idealer strategischer Partner, denn Heliocentris sei ein „erfahrener Hardware-Hersteller, der uns bei der Produktion unseres Solar-Chargers unterstützen kann“, sagt Gründer Markus Schulz.

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Überzeugt hat die Investoren vermutlich der Proof of Concept des kleinen Startups: Bisher hat Changers bereits 5000 Geräte verkauft, am CO2-Marktplatz beteiligen sich bereits zwanzig Firmen, darunter Coffee Circle, Wonderpots, Avocado Store, Drive Now und DHL. Mit dem siebenstelligen Betrag, den das Unternehmen nun bekommt, wollen die Gründer darauf aufbauen und sowohl Hard- wie Software weiterentwickeln. „Ziel ist der Aufbau eines grünen Kundenbindungssystems sowie die Erschließung weiterer nachhaltiger Tätigkeiten, mit denen die User Changers Credits verdienen können.“ Die Community soll neu aufgesetzt werden, eine App wird produziert und an Ideen gewerkelt, damit CO2-Sparer künftig auch ohne kleines Solar-Ladegerät an der Changers-Community teilnehmen können.

Bild: Changers