Experiment

ChemTics – Chemielabor für den Bildschirm

ChemTicsErst das Wasser, dann die Säure… oder war es doch umgekehrt? Über dem Chemiebaukasten brütend sollen sich Schüler (und Hobbyforscher) diese Frage demnächst selbst beantworten können – und das unfallfrei. Selbst wenn sie das H₂O ins HCl gießen. Dafür entwickelt das Dresdner Startup ChemTics ein webbasiertes Experimentier-Kit mit integriertem Simulator. Als analoger Anhang soll dem Nutzer zusätzlich das sogenannte Reaktionsmodul zur Verfügung stehen. Via WLAN und über eine Bluetooth-Schnittstelle kommuniziert es mit der Chemie-Software und ermöglicht echte Experimente, deren Abläufe parallel auf dem Bildschirm nachvollzogen werden können. In Deutschland, Österreich und der Schweiz soll die Software Mitte dieses Jahres live gehen. Gegen Oktober soll dann auch der Prototyp des Reaktionsmoduls fertiggestellt sein. ChemTics, von Tobias Göcke, Jeannette Milius und Ralph Scholze an der TU Dresden gegründet, wird durch das Exist-Gründerstipendium gefördert.

Moocobo – Singen um die Gunst des Publikums

MoocoboDer Schwächste fliegt: Die Musikplattform Moocobo will vielversprechende Nachwuchskünstler fördern. Dazu lässt das Frankfurter Startup seine Nutzer das Talent unbekannter Interpreten bewerten und damit über den Erfolg eines Songs entscheiden. Titel, die von der Crowd innerhalb von 30 Tagen 80 Prozent und mehr positive Bewertungen erhalten haben, bleiben im Rennen. Schlechter beurteilte Stücke fliegen raus. Neben dem internen Voting können Nutzer ihre Favoriten-Videos auch auf Facebook oder Twitter teilen, was dem Künstler zusätzliche Punkte einbringt.

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Wer das „Casting“ übersteht, schafft es in die „Contest-Phase“. Nach 30 Tagen gewinnen die Songs mit den meisten Punkten. Den Siegern winken Geldpreise oder Auftrittsmöglichkeiten. Das Startup will vor allem international Fuß fassen – und konnte dazu bereits Künstler aus Ländern wie Kanada oder den USA an Bord holen. Moocobo wurde im vergangenen Juli von Paul Kammerer, Roman Lutz und Oliver Sand gegründet. Die Beta ging letzte Woche live.

Classic Trader – Umschlagplatz für betagte Klassiker

Classic TraderAuf einschlägigen Auto-Marktplätzen im Internet sind Oldtimer eher die Ausnahme, Classic Trader widmet ihnen eine eigene Seite. Den Verkäufern der „rollenden Raritäten“ will das Berliner Startup eine Plattform bieten – und Oldtimer-Interessenten zu Onlineshoppern machen. Für jede Anzeige wird der Verkäufer zur Kasse gebeten: Je nach ausgewiesenem Verkaufspreis und Zahl geschalteter Anzeigen schlägt ein Inserat mit 2,50 bis 40 Euro zu Buche. Im Angebot finden sich voll fahrtüchtige Old- und Youngtimer sowie Restaurationsobjekte und Einzelteile. Aufmerksamkeit erregte die Seite im vergangenen Dezember, als ein Verkäufer an Paul Walkers erstem Todestag einen original Nissan Skyline GT-R aus der Fast-and-Furious-Reihe inserierte. Demnächst sollen Fahrzeug-Nostalgiker auf Classic Trader auch mit Motorrädern, Traktoren, Booten und sogar Flugzeugen handeln können. Hinter der Seite stehen die drei Gründer Christian Plagemann, Timo Joost und Torsten Claus, die den Marktplatz im Juni 2014 an den Start brachten.

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