Shave-Lab christopher von hallwyl Startup-Helden

Shave-Lab-Gründer Christopher von Hallwyl

„Bei Shave-Lab setzen wir weiterhin klassisch auf Vernunft“

Seit 2010 widmet sich Christopher von Hallwyl der Aufgabe, „das Alltagsprodukt Rasierer neu zu inszenieren“. 2011 launchte er den Onlineshop Shave-Lab, welcher mit eigens produzierten Design-Nassrasiern momentan sechsstellige Kundenzahlen verzeichnet. Das Berliner Startup Mornin’ Glory, welches sich als Abo-Dienst für günstige Klingen positioniert, sieht von Hallwyl dabei nicht als Konkurrenz, wie er Anfang Oktober im Gründerszene-Interview verriet. Zusätzlich zu Shave-Lab startete der 35-Jährige Ende des vergangenen Jahres den Bürstenshop Ikoo Brush.

Was er in diesem Jahr vor hat und warum München für ihn der optimale Gründerstandort ist: die Antworten im Fragebogen.

Steve Jobs sagte: „Stay hungry, stay foolish.“ Wie verrückt willst du 2014 sein?

Wir wollen mit ikoo und Shave-Lab so verrückt sein, wie es der Erfolg zulässt. Uns über gute Geschäftszahlen und zufriedene Kunden wie verrückt zu freuen, ist daher eines unserer Kernziele für 2014. ;) Bei Shave-Lab setzen wir weiterhin klassisch auf Vernunft, um unser Ziel zu erreichen, auch im nächsten Jahr die Online-Marktführerschaft für Shaving beizubehalten.

„The best way of learning about anything is by doing“, sagt Richard Branson. Was willst du 2014 ausprobieren, um zu lernen?

Anzeige
Wir möchten 2014 noch stärker als bisher auf interdisziplinäre Teams setzen. Ich glaube fest daran, dass das Teamwork von Menschen mit komplett unterschiedlichen Bildungswegen zu neuen und fruchtbaren Perspektiven und Motivationen führen kann, die damit zum langfristigen Erfolg des Unternehmens beitragen. Wenn ein Grafikdesigner Teil des Controllings wird, entstehen sicherlich neue Denkansätze, auf die man sonst nicht kommen würde – so entstehen kreative Ideen „out of the box“.

Tesla-Chef Elon Musk meint: „Failure is an option here. If things are not failing, you are not innovating enough.“ Welche Fehler könntest du 2014 machen?

Schneller Erfolg könnte bei Shave-Lab dazu führen, zu schnell international zu wachsen. Ein „Luxusproblem“, dem wir uns gerne stellen und auf das wir uns so gut es geht im Vorhinein vorbereiten. Wir setzen bei Shave-Lab deshalb auch auf enge und vertrauensvolle Partnerschaften in den jeweiligen Ländern.

„You don’t need to be based in Silicon Valley to be a successful large company“, sagt Aaron Levie von Box. Warum ist die Stadt, in der dein Startup ist, genau die richtige?

In München sind weniger „Hobby-Unternehmer“ unterwegs – somit findet man ernsthaften Austausch. Gegenseitiger Support wird ernst genommen und es herrscht geringerer Opportunismus als in anderen Gründerstandorten. Zudem sind interessante und traditionelle Großkonzerne vor Ort, die wir mit für sie attraktiven Kooperationen in die innovative Welt des E-Commerce entführen können.

Googles Eric Schmidt sagt: „I still believe that sitting down and reading a book is the best way to really learn something.“ Welches Buch sollten Unternehmer 2014 lesen?

Die Kunst des klugen Handelns: 52 Irrwege, die Sie besser anderen überlassen – von Rolf Dobelli.

Bild: Shave-Lab