Eine Rolex-Uhr für knapp 23.000 Euro im Internet zu bestellen – dazu braucht es Vertrauen in den Online-Shop. Der Marktplatz Chrono24 hat sich diesen Ruf in mehr als zehn Jahren erarbeitet. Nun soll das Wachstum mit neuem Geld weitergehen: Bei seiner Serie-A-Finanzierungsrunde hat das Unternehmen aus Karlsruhe 21 Millionen Euro eingenommen. Von dem Investment sollen etwa Büros für den Kundenservice in New York und Hongkong bezahlt werden, sagt CEO Tim Stracke gegenüber Gründerszene.

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Die Zahlen der Karlsruher sind beeindruckend: Nach eigenen Angaben verkauften Händler im vergangenen Jahr Luxus-Uhren im Wert von 550 Millionen Euro über Chrono24. In diesem Jahr sind es nach eigenen Schätzungen bereits 750 Millionen an Transaktionsvolumen auf dem Marktplatz. Der Online-Shop bietet auch an, den Verkauf als Zwischenhändler abzuwickeln. Falls die Ware nicht geliefert wird, bekommt der Kunde dann sein Geld von der Uhren-Plattform zurück.

Der Geldgeber der aktuellen Finanzierungsrunde – Insight Venture Partners – ist bereits an zahlreichen anderen Online-Marktplätzen wie Delivery Hero oder DaWanda beteiligt. „Von diesem Know-how wollen wir profitieren“, sagt Stracke. Die Altgesellschafter Fabrice Grinda, Jose Marin und Rocket Internet bleiben weiterhin investiert. Außerdem behält das Führungsteam die Kontrolle über das Unternehmen: Die beiden Co-CEOs Tim Stracke, Dirk Schwartz und CTO Michael Krkoska halten die Mehrheit. Die Seriengründer Stracke und Schwartz waren erst 2010 in das Unternehmen eingestiegen. In den kommenden zwölf bis 18 Monaten wollen sie das Team von 50 Mitarbeitern verdoppeln.

Bild: (c) Bildagentur PantherMedia – A30363306 /