Noch ist dieses Bild eine Vision…

Es gibt dieses eine Thema, das Seriengründer Thomas Bachem schon seit elf Jahren beschäftigt: Der heute 30-Jährige entschied sich nach dem Abitur gegen ein Informatikstudium, weil ihm der Praxisbezug fehlte. Stattdessen studierte er an einer Fachhochschule in Köln BWL. Seither plant Bachem, der zuletzt sein Startup Lebenslauf.com an Xing verkaufte, eine Fachhochschule für Informatik zu eröffnen, die nicht mehr theorielastig, sondern praxisnah und interdisziplinär lehrt.

Im nächsten Jahr soll es endlich so weit sein. Die Code University of Applied Science, eigentlich eine Fachhochschule, will im Wintersemester 2017 die ersten Studenten aufnehmen. Seit heute Morgen ist die Seite live. Interessierte finden dort einen Einblick in die geplanten Bachelor-Studiengänge: Software Engineering, Interaction Design und Product Management. Viele Fragen sind aber noch offen. Beispielsweise steht noch nicht fest, wo der erste Standort eröffnet wird. Köln oder Berlin stünden zur Auswahl, sagt Bachem im Gespräch mit Gründerszene. Vieles hinge von der politischen Unterstützung der jeweiligen Landesregierung ab. In Berlin würde die Universität in den Räumen der Factory von Udo Schloemer in Berlin entstehen.

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Bisher besteht das Team aus Thomas Bachem, Manuel Dolderer und Jonathan Rüth. Bachem finanziert das Projekt aus seinem privaten Vermögen, im Sommer will er eine Finanzierungsrunde mit mehreren Business Angels abschließen. Derzeit arbeiten die drei Gründer an den Lehrplänen, treffen potenzielle Dozenten und kümmern sich um Bewerber. „Wir wollen alles offen kommunizieren und so zuerst eine Community aufbauen“, sagt Bachem.

Noch ist die Code University nicht staatlich anerkannt, das Team arbeitet gerade daran. Die Ausbildung soll in Englisch erfolgen, für den ersten Jahrgang rechnet Bachem mit 50 bis 150 Studenten. Langfristig sollen mehr als 1.000 Menschen an der Code University studieren. Die Kosten? Rund 25.000 Euro für drei Jahre, schätzt Bachem. Mit einem sogenannten umgekehrten Generationenvertrag, bei dem Studenten von erfolgreichen Privatleuten mit einem Kredit unterstützt werden, soll aber jeder Bewerber eine Chance bekommen. Die Konzept wurde vor rund zehn Jahren an der Universität Witten/Herdecke entwickelt und mittlerweile von der EBS, WHU oder Bucerius Law School übernommen.

Bis sich der langjährige Traum von Thomas Bachem erfüllt, ist es zwar noch ein langer Weg, auf der Seite formulieren die Macher aber schon eine klare Vision: „Code möchte der Ort sein, an dem sich junge und talentierte Männer und Frauen aus diesem Feld willkommen und anerkannt fühlen, wo sie ihr Potential entwickeln können, um etwas Bedeutsames zu entwickeln und einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft zu haben.“

Bild: Code University

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