CommerzVentures

CommerzVentures, die im Oktober gestartete Investitionsgesellschaft der Commerzbank, beteiligt sich erstmals an einem Fintech-Startup: Zusammen mit drei Partnern investiert die Bank 39 Millionen US-Dollar in der Serie-D-Finanzierung in die Handelsplattform eToro. In der Summe enthalten ist auch eine Kreditlinie der Silicon-Valley-Bank in Höhe von 10 Millionen US-Dollar. Auch die Venture-Capital-Einheiten von Sberbank aus Russland und Ping An aus China zogen mit. CommerzVentures übernahm nach eigenen Angaben in der Runde einen einstelligen Millionenbetrag.

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Das aus Israel stammende eToro wurde 2007 gegründet und sieht sich mit über vier Millionen Nutzern in 140 Ländern als weltweit führendes Social-Investment-Netzwerk. Über das Netzwerk kann jeder Investor die Aktivitäten anderer Investoren in Echtzeit sehen und ihnen folgen. So will eToro den Handel an den Finanzmärkten sozialer, einfacher und transparenter machen und Wissensaustausch zwischen den Investoren ermöglichen.

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Offenbar will CommerzVentures bald weitere Investments tätigen, „Wir sind bei ein paar weiteren Investments in konkreten Verhandlungen, die angestrebten vier bis fünf Abschlüsse pro Jahr sind durchaus möglich. Das ist aber auch kein Muss“, erklärte Geschäftsführer Patrick Meisberger am Montag in Frankfurt, wie das Handelsblatt unter Berufung auf die DPA schreibt. Seit der Gründung von CommerzVentures vor einem halben Jahr habe das Team mit über 100 Unternehmern gesprochen.

CommerzVentures investiert als 100-prozentige Tochter der Commerzbank in Unternehmen, die sich mit innovativen Ideen bereits etabliert haben: „Es geht uns auch darum, Türen in den Commerzbank-Konzern aufzumachen. Wir setzen uns dafür ein, dass unsere Portfoliounternehmen idealerweise Geschäfte mit der Commerzbank machen“, so Meisberger. Die Bank verstehe sich dabei als mittel- bis langfristiger Kapitalgeber, wie Stefan Tirtey als zweiter Geschäftsführer erklärt: „Die generelle Zeitspanne bei unseren Investments sind drei bis acht Jahre.“

Wie viel CommerzVentures jedes Jahr investieren möchte, wurde nicht verraten. Klar ist jedoch, dass die Bank beim Thema Startups nicht länger zuschauen möchte: Bereits im vergangenen Frühjahr startete sie den Main-Incubator, der 2014 in den B2B-Bezahldienst Traxpay investierte.

Bild: Commerzbank