Wider die Ideen-Not

Die Commerzbank gründet die Main Incubator GmbH (www.main-incubator.com), eine Brutstätte für Finanztechnologie-Startups. Der Inkubator mit Sitz in Frankfurt am Main will als hundertprozentiges Tochterunternehmen der Commerzbank ausgewählte Startups aus der FinTech-Branche von der Gründung bis zur Marktreife unterstützend begleiten. Die Großbank selbst wird dabei nach eigenen Angaben als Anker-Investor fungieren.

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Bislang hinken die Banken den sich durch die Digitalisierung verändernden Kundenbedürfnissen hinterher. Das will das Frankfurter Geldhaus nun ändern. „Die Commerzbank kennt ihre Kunden und deren Wünsche – und sie ist sich notwendiger Weiterentwicklungen bewusst“, so Holger Werner, stellvertretender Vorsitzender des Investment Komitees des Main Incubator. Durch die gezielte Investition in FinTech-Startups will die Großbank Innovationen im Bankgeschäft unterstützen.

Laut seiner Website sucht der Main Incubator dabei „visionäre Startups“, die das „Banking der Zukunft gestalten wollen“. Ausschreibungen für Förderungen sind bereits online, die Geschäftsidee kann dort jedoch auch initiativ gepitcht werden. Die ausgewählten Startups würden je nach Bedarf mit Beteiligungskapital, Experten-Know-how, Büroräumen und einer entsprechenden Infrastruktur in Frankfurt unterstützt. „Zudem profitieren sie von der Stabilität und dem Zugang zu Kunden einer führenden Großbank“, sagte die Mitgründerin des Commerzbank-Inkubators Birgit Storz.

Um diese haben sich in den vergangenen Monaten schon eine ganze Reihe von „jungen Wilden“ bemüht, oft mit Erfolg, immer mit viel Ehrgeiz. Startups wie Auxmoney, Avuba oder Lendico preschen ins Bankgeschäft vor. Der Kredit-Scorer Kreditech sammelte erst im Januar 15 Millionen US-Dollar für seine Expansionspläne ein. Auf das Potenzial, das dem Fintech-Segment zugesprochen wird, scheinen nun auch die Banken immer stärker zu schielen.

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