Gini-Team

Das Team des Dokumenten-Startups Gini

Die Commerzbank-Tochter Main Incubator steckt erneut Geld in das Dokumenten-Startup Gini. Neben dem Lead-Investor beteiligen sich auch Deutsche Telekom Stratetic Investments und ein Privatinvestor an dem Münchner Unternehmen. Die Höhe der Runde ist nicht bekannt. Der Main Incubator investierte zuletzt vor einem Jahr gemeinsam mit T-Venture und Check24 in der Serie-A-Finanzierungsrunde.

Gini wird über eine Programmierschnittstelle in die Anwendungen von Software-Anbietern integriert und bietet eine semantische Dokumentenanalyse. Dazu liest die Anwendung zuerst Scans oder Fotos von Papierunterlagen und digitale Dokumente ein. Anschließend analysiert Gini die Dokumente und liest alle relevanten Informationen aus, etwa Rechnungs- oder Vertragsdaten. Damit lassen sich dann verschiedene Aktionen erledigen, wie die Bezahlung von Rechnungen, der Vergleich von Verträgen oder die Erleichterung bei der Steuererklärung.

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Im Falle der Commerzbank kommt Gini bei der sogenannten Fotoüberweisung beim Tochterunternehmen Comdirect zum Einsatz. Dabei werden die Überweisungsdaten aus dem eingelesenen Dokument für die Zahlung genutzt. Diese Funktionalität solle im nächsten Schritt auch als Standard im Webbanking Einzug halten, heißt es vom Unternehmen. Mit der Konkurrenzbank ING-DiBa arbeitet Gini bereits seit 2014 zusammen. Weitere Kunden im Bankensektor sind die Deutsche Bank oder die HypovereinsBank. Daneben gibt es eine Kooperation mit der Deutschen Post.

Gegründet wurde Gini von Steffen Reitz, Holger Teske und Fabian Stehle im Jahr 2011. Das Münchner Unternehmen war ursprünglich als Software zur Dokumentenverwaltung unter dem Namen Smarchive gestartet. An einem ähnlichen Ansatz versuchte sich die Dokumenten-App Doo von DHDL-Investor Frank Thelen. Das Startup stellte den Betrieb allerdings bereits Anfang 2014 ein.

Bild: Gini