Hoffen auf Szene-Unterstützer: die CrossEngage-Gründer Manuel Hinz und Markus Wübben

Es klingt fast wie ein Berliner Szene-Stelldichein: Die eDarling-Gründer David Khalil und Lukas Brosseder, die Ladenzeile-Macher Robert Maier und Johannes Schaback, Home24-Vorstand Philipp Kreibohm, die Flaconi-Gründer Björn Kolbmüller und Paul Schwarzenholz, das AKM3-Trio Andre Alpar, Markus Koczy und Maik Metzen, The-Iconic-Mitgründer Finn Hänsel sowie die VCs Project A Ventures, Capnamic Ventures, Heilemann Ventures sowie die IBB Beteiligungsgesellschaft investieren gemeinsam in einer Seedrunde. Das Berliner Marketing-Startup CrossEngage hat diese illustre Gruppe von der eigenen Plattform überzeugt. Und bekommt für deren Ausbau einen siebenstelligen Betrag. Der liege „nicht am unteren Rand“, erklärt Mitgründer Manuel Hinz gegenüber Gründerszene.

Zusammen mit Markus Wübben hat der frühere Geschäftsführer des Auto-Vergleichsportal Toroleo das Marketing-Startup im Juli vergangenen Jahres gegründet. Von Beginn an wurden Hinz und Wübben vom Company Builder und Frühphasen-Investor Project A Ventures unterstützt. Bereits die Idee habe Hinz zusammen mit Project-A-Chef Florian Heinemann ausgetüftelt – weil der auf Konferenzen immer wieder erklären musste, dass bei Marketing-Tools noch genau da eine Lücke besteht, wo CrossEngage nun antritt. Wübben, den Heinemann einst bei Rocket Internet eingestellt hatte, kam dann dazu, um sich um die technischen Aspekte zu kümmern.

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Über die Plattform sollen Nutzerdaten aus verschiedenen Quellen zusammengetragen werden. Letztlich gehe es dabei um die Frage, „welcher Nutzer welche Marketing-Kampagne über welchen Kanal erhalten“ soll, wie es von dem in Berlin Mitte ansässigen Startup heißt. Eine „Orchestrierung der Marketing-Kanäle“, nennt es Financier Heinemann.

Neuen Kunden will CrossEngage es einfach machen: Ein Austausch der bestehenden Marketing-Infrastruktur ist nicht notwendig, wirbt das Startup, da sich die Plattform in das Gefüge der bestehenden Tools integriere. Gleichzeitig werde die Aussteuerung der Kampagnen jedoch den bestehenden Marketing-Tools der einzelnen Kanäle überlassen. Verbunden werden Plattform und Bestandssysteme über entsprechende Programmierschnittstellen, sogenannte APIs.

Derzeit beschäftigt CrossEngage 20 Mitarbeiter, fast alle davon im Tech-Bereich. Zwei davon, darunter auch Hinz, arbeiten im Marketing. Als nächstes habe er nun erst einmal das Ziel, insgesamt 50 Kunden zu gewinnen, sagt Hinz. Und erklärt gleich, dass das bei einer Software, die sich vor allem an E-Commerce-Geschäftskunden richte, auch nicht ganz wenig sei. Von den vielen Szene-Köpfen unter den Gesellschaftern seines Unternehmens erhofft er sich entsprechende Leads. Derzeit sei bei CrossEngage alles noch sehr produktgetrieben. „Wir konzentrieren uns derzeit unter anderem auf Machine Learning um eine Kampagnen-Intelligenz in die Plattform zu integrieren“, sagt der Mitgründer. Will heißen: Um die Software noch schlauer zu machen.

Bild: CrossEngage