Wolfgang Lang (CEO), Andreas von Oettingen (CTO) und Dirk Schäfer (COO) von Crowdfox (von links nach rechts)

Der große Konkurrent scheint übermächtig, aber Crowdfox arbeitet trotzdem an einer Alternative zu Amazon. Die Plattform soll für Händler kostenlos und für Kunden ungefähr zehn Prozent billiger sein. Dafür hat das Team jetzt ein Seed-Investment über fünf Millionen Euro von 20 Privatinvestoren erhalten. Das Startup lässt mitteilen, dass die „fundierte Branchenerfahrung und die Netzwerke“ ihrer Gesellschafter, neben der Finanzierung, entscheidend für den für Ende 2016 geplanten, internationalen Markteintritt seien.

Das Unternehmen wurde 2013 von Wolfgang Lang gegründet und ist mit seiner E-Commerce Plattform seit Dezember 2015 online. Momentan zählt Crowdfox ungefähr 1.000 angebundene Händler, die Produktpalette soll weiter wachsen. Crowdfox nimmt von den Händlern keine Gebühren und finanziert sich durch die Kunden. Diese zahlen aber nur rund zwei Prozent des Einkaufswertes. So können die Waren auf über Crowdfox nach eigenen Angaben etwa zehn Prozent günstiger angeboten werden als bei Amazon.

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Die Technologie hinter dem Online-Marktplatz kann verschiedene Angebote über einen semantischen Matching-Prozess bündeln. Waren, die unter verschiedenen Namen vertrieben werden, erkennt der Marktplatz dadurch als gleich und kann so die Preise automatisch miteinander vergleichen.

Drei Jahre soll die Entwicklung der Technik gedauert haben. Deshalb sehen die Gründer sich auch als Vorreiter im europäischen Markt. Selbst, wenn es Nachahmer gäbe, so Daniel Koller von Crowdfox, „hätten wir einen Vorsprung von drei Jahren“.

Das Team von Crowdfox erwartet einen Umsatz von 50 Millionen Euro im Jahr 2016. Jet.com ist mit einem ähnlichen Modell fast zeitgleich auf dem US-amerikanischen Markt gestartet und der größte Konkurrent.

Bild: Crowdfox