Crowdinvesting Konferenz

Die Zukunft des Crowdinvesting

Durch das Internet sind die Menschen virtuell miteinander vernetzt. Doch wie können diese Vernetzungen auch im realen Leben zu wirklichen Verbesserungen führen? Die Themen Crowdinvesting sowie Crowdsourcing sind in diesem Zusammenhang extrem wichtig, da dies Ansätze sind, reale Probleme durch die digitale Vernetzung zu lösen.

Bereits auf der Anfang des Monats stattfindenden CeBIT war die Shareconomy das Top-Thema – es scheint, als gehe der allgemeine Trend zum gemeinsamen Teilen und gemeinschaftlichen Beteiligen. Der Schwarm kann fast alles und das meist auch noch schneller und günstiger. Zusätzlich kann so ein Schwarm – im Gegensatz zu einem Berater oder einer Agentur – auch noch ein Testpublikum repräsentieren und direktes Feedback geben.

Bindeglied zwischen Unternehmen und Nutzern

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Doch um die sogenannte Crowd wirklich zu motivieren, ihre Kraft und Anstrengung in Produkttests, virale Marketingaktionen oder Feedback zu stecken, braucht es einen Anreiz. Dieser könnte theoretisch zwar viele Facetten haben – praktisch läuft es aber im Kapitalismus meist auf das eine hinaus: Geld. Und wenn die Crowd nun per Crowdinvesting Inhaber, Kunde, Berater und Nutzer gleichzeitig ist, wird dies auch dem Unternehmen helfen, da es über eine ganze Armada an Multiplikatoren verfügt.

Genau deswegen ist das Thema auch so beliebt. Mit Innovestment, Seedmatch, Companisto oder Bergfürst haben sich in Deutschland bereits mehrere Unternehmen einen Namen gemacht. Unzählige lokale, aber auch internationale Plattformen runden das Angebot ab. Gerade Bergfürst, das bisher noch kein Unternehmen finanziert hat, bleibt zu beobachten, da die Mischung aus Crowdinvesting-Plattform und Online-Handelsplatz das Potenzial hat, die Finanzierungslandschaft nachhaltig zu verändern.

Crowdfunding statt Staatshilfen?

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Neben den Möglichkeiten für Internetunternehmen, sich per Crowdfunding zu finanzieren, möchte die Crowdinvesting-Konferenz das Thema auch in Offline-Bereiche überführen. So dreht sich eine Paneldiskussion um die Frage, ob öffentliche Infrastrukturen crowdfunded werden können. Auch die Rolle der staatlichen Kulturförderung wird hinterfragt und es wird aufgezeigt, inwiefern Crowdfunding auch in diesen Bereichen bei der Finanzierung helfen kann.

Das vom Institut für Kommunikation in sozialen Medien, kurz Ikosom, veranstaltete Event findet während der Crowdsourcing Week Berlin statt. Ebenso bestehen Partnerschaften zu Crowdfunding- und Crowdsourcing-Events auf der ganzen Welt, beispielsweise in Shanghai, Singapur oder Rom.

Momentan ist die Finanzierung durch Crowdfunding noch in den Kinderschuhen und große Vorbildprojekte bleiben Mangelware. Doch eigentlich kann es nur eine Frage der Zeit sein, bis das Crowdfunding in Deutschland den nächsten Schritt macht – dank der Crowdinvesting Konferenz am 17. April hoffentlich noch ein bisschen schneller.

Veranstaltungsinformationen

  • Ort: Fasanenstraße 85, 10623 Berlin
  • Datum: Mittwoch, 17. April 2013
  • Eintritt: ab 50 Euro, Tickets gibt es hier

Das vollständige Programm sowie Informationen zum Event und zur Anmeldung gibt es auf der Veranstaltungsseite.

Bild: Crowdsourcing.org