123Design, DeinDesign, Klebefolien, Tortoise, Customization

Die deutsche Customizationwelle des Internets hat wohl so richtig mit der Gründung von Spreadshirt (www.spreadshirt.net) im Jahre 2002 begonnen. Customization meint alle Produkte, die sich der Nutzer selbstbestimmt und individuell auf seine Bedürfnisse anpassen und gestalten kann. Auf diese Weise wurden Produkte wie T-Shirts, Müslis oder Säfte zu Inbegriffen der Web 2.0-Bewegung, jener neuen Idee des Internets als Mitmachnetz. Denn nach der Hochzeit der Textilien folgte schon bald die der Lebensmittel. Von Müsli über Säfte und Smoothies hin zu Tee und Brot wurde seither nahezu jedes Lebensmittel individuell gestaltbar.

Customization mit Folien: DeinDesign und 123 Skins

Zu den jüngeren Trends gehört vor allem auch die individuelle Gestaltung der eigenen Geräte: Egal ob Handys, iPods oder Note- und Netbooks, lässt sich heute nahezu alles mit passgenauen Folien bekleben. Grund genug für Gründerszene, einmal hinter die Kulissen dieser neuen Branche zu schauen, die ein Old-Economy-Produkt mit New-Economy-Kommunikationswegen vertreibt. Wenn man so will also „Nold-Economy“ oder eben einfach nur Economy.

Bevor die technische Realisation des Produkts betrachtet wird, kann man in diesem kurzen Filmschnitt einmal die notwendigen Vorbereitungen vor dem Gestalten der eigenen Geräte betrachten. Ein Einblick in den Betrieb von 123 Skins zeigt die Arbeitsweise der Berliner Firma.

Ist das eigene Gerät erst mal geputzt, muss ein gutes Design her. Also einfach in der Shopsoftware der entsprechenden Anbieter ein Logo hochladen, noch weiter verzieren und bestellen. Im deutschen Markt sind DeinDesign (www.designskins.com) und 123 Skins (www.123skins.de) die relevanten Player in diesem Feld. Beide sind im kreativen Berliner Viertel Friedrichshain angesiedelt und eigentlich nur knapp einen Kilometer Luftlinie voneinander entfernt. Auch thematisch ist man bei DeinDesign und 123 Skins nicht allzu weit von einander entfernt, manchmal sogar zu nah: Wiederholt gab es kleinere Streitigkeiten zwischen den Unternehmen, weil das ehemals Tortoise heißende 123 Design des öfteren den von DeinDesign geschützten Begriff „Design-Skin“ verwendet haben soll. Jenseits solch kleinerer Kabeleien existiert man aber friedlich nebeneinander und liefert ähnliche Produkte ab, wie die Konkurrenz aus Übersee (Skinit.com). Dazu hier eine kleiner Einblick in die Produktionsmechanismen.

Nachdem das eigene Logo gedruckt, ausgestanzt und laminiert wurde, kommt es per Post zu einem nach Hause. Nun ist der Kunde gefragt. Er muss die Kontaktfolie abziehen und das Design auf seinem Gerät platzieren. Wie das Befestigen mit der “Slideable Technologie” geht, zeigt Juliette.

Es geht anscheinend wirklich einfacher als man denkt, die eigenen Designs auf iPod und Co zu befestigen. Victoria Chririta von DeinDesign erklärt dazu noch einmal, wie die Slideable Technik genau funktioniert und wie es gelingt, dass die Folie erst mit erhöhtem Druck ihre Klebewirkung entfaltet. Vor allem gibt Victoria Chririta einen Einblick, wie sich die Customization-Branche entwickelt hat und wo es in Zukunft noch hingehen kann.

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