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Die beiden Gründer Peter Crawfurd (links) und Michael Yang

Eigentlich gibt es ja schon fast jedes Produkt im Internet individuell durch den Nutzer zusammenstellbar. Wie Gründerszene in verschiedenen Artikeln schon thematisiert hat, ist das Geschäftsmodell von Cutomization durchaus erfolgreich und wird nicht nur auf Designobjekte wie Laptopfolien angewandt, sondern auch  auf individuelle Lebensmittel. Spätestens seit Spreadshirt mit individuell bedruckbaren T-Shirts den Weg geebnet hat und StartUps wie das Berliner Unternehmen Herrenschmiede seit kurzem nun auch maßgeschneiderte Anzüge anbieten, ist der Phantasie nahezu keine Grenze mehr gesetzt im Internet.

Ein interessanter neuer Ansatz in diesem Bereich stammt aus Dänemark: Auf www.shirtsmyway.com können sich die Nutzer selbst Herrenhemden designen. Und das mit allen denkbaren Auswahlmöglichkeiten. Begonnen wird mit dem Fabrikat, also dem Grundstoff und dem entsprechenden Schnitt des Hemds. Anschließend lassen sich alle denkbaren Details am Hemd verändern, wie der Kragen, die Ärmel oder auch die Taschen. Auch der Schnitt kann in allen erdenklichen Variationen verändert werden, egal ob an der Unterseite, dem Rücken oder dem Torso. Wer sich für das Prinzip interessiert, kann auch erstmal ein Einführungsvideo zu shirtsmyway schauen. Die ganze Bedienung erfolgt über Point and Click anhand von designten Zeichnungen, was ungemein leicht fällt. Es macht richtig ein bisschen Spaß, sich durch die verschiedenen Designmöglichkeiten zu klicken,  schließlich hat man die Auswahl aus insgesamt sieben Billionen möglichen Kombinationen für das eigene Hemd.

Und so wie sich beim Hemd das Design individuell gestalten lässt, kann auch bei der Größe auf Customization zurückgegriffen werden:  Entweder man greift auf Größenstandards zu, wie es sie auch im Handel gibt oder man betrachtet ähnliche Hemd-Typen, deren Größe einem auch passen könnte und bestellt. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, auf Basis eines Guides von shirtsmyway sich individuell zu messen. Eine Option, mit der sich bisher auf dem deutschen Markt vor allem Herrenschmiede hervorhebt.

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StartUp made in Dänemark

Bisher hat shirtsmyway gänzlich auf größere Marketing-Ausgaben verzichtet und hat es allein durch Direktansprache von Journalisten (hier beispielsweise ein Artikel bei Mashable), gute Suchmaschinenergebnisse und Word of Mouth zu Umsätzen gebracht. Hinter dem Hemden Online-Shop Shirtsmyway stecken die beiden dänischen Unternehmer Peter Crawfurd und Michael Yang. Kennen gelernt haben die beiden sich in der Schule, wo sie in eine Klasse gingen und seither gute Freunde sind. Während Peter ein Wirtschaftsstudium absolvierte und schon in Indien tätig war, studierte Michael Informatik und Business Administration in Copenhagen und zog dort bereits ein kleines Unternehmen groß. Seit Februar 2009 ist shirtsmyway.com online und basiert allein auf dem Funding der beiden Gründer.

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Inzwischen ist das Team auf sechs Mitarbeiter angewachsen und das Aufnehmen von Investorengeldern ist im Bereich des Möglichen, wenn auch kein aktuelles Primärziel. Produziert werden die Herrenhemden in China, was man angesichts der Produktionsformen dort und des Umstands, dass dies nicht regionalwirtschaftlich fördernd ist, wohl als kleinen Wehrmutstropfen auslegen kann. Doch die beiden Gründer versichern, dass die Qualitätskontrollen ihres Unternehmens hoch seien: Jedes Hemd würde manuell überprüft und einer Personenkontrolle unterworfen.

Ein Stück weit muss dies sicherlich auch so sein, sind doch die Variationsmöglichkeiten des auf Customization basierenden Geschäftsmodells so hoch, dass die beiden ein aufwändiges System entwickelt haben, um mit dem Produzenten direkt zu kommunizieren, der die Aufträge entsprechend überführt und individuell ausführt. Entsprechend umfangreich war das Testing der beiden im Vorfeld, was auch ausführliche Absprachen mit den Produzenten der Herrenhemden erforderte. So wurde ein Backend-System geschaffen, das den Auftrag zum Hersteller befördert und anschließend folgt das Tracking und Testing durch shirtsmyway.com. Insgesamt ein Jahr Entwicklung steckt in der Seite, die nach Angaben von Peter Crawfurd und Michael Yang vom ersten Monat an profitabel war. Bisher seien Tausende von Hemden verkauft worden, wobei 90 Prozent der Abnehmer aus den USA kommen, gefolgt von Norwegen, weil man dort eine gute Coverage erreichte.

Eine Internationalisierung ist noch nicht durchgeplant aber denkbar. Bisher laufe die Plattform nur auf Englisch sehr gut und der Umstand, dass shirtsmyway.com in nahezu jedes Land ohne Shippingkosten sendet (auch nach Deutschland) macht die Plattform auch für Nicht-Dänen sehr interessant. So zahlt nahezu jeder Kunde den gleichen Preis zwischen 75 und 95 US-Dollar für individualisierte Herrenhemden. Für die Zukunft soll die Plattform als Ganzes noch verbessert werden, wobei auch neue Produkte durchaus denkbar sind.

Spezieller Rabatt für Gründerszene-Leser

Jeder Leser von Gründerszene, der sich für Customization interessiert oder einfach nur gerne ein selbst gestaltetes Herrenhemd haben möchte, erhält bis zum 3. September 2009 einen speziellen Gründerszene-Rabatt von 10 Prozent pro Bestellung. Dazu müsst ihr einfach ganz normal eine Bestellung aufgeben und anschließend innerhalb der nächsten Stunde eine Mail mit eurem Namen und dem Promocode „gruenderszene.de 10%“ an support@shirtsmyway.com schicken.

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