siegerpodest_mit-logos-1

Bereits letzte Woche wurde der Publikums-Sonderpreis an GutscheinPony (www.gutscheinpony.de) vergeben, nun folgt die Expertenwertung zum Gründerszene StartUp des Jahres 2009. Für die diesjährige Abstimmung zum Gründerszene StartUp des Jahres waren 24 StartUps nominiert, die von insgesamt 18 fachkundigen Juroren begutachtet wurden. Jedes der Unternehmen konnte mit 0 bis 5 Sternen bewertet werden und die Jury gab jeweils ein persönliches Statement ab, in dem der persönliche Sieger begründet und ein Blick auf die Szene gegeben wurde. Voraussetzung für die Nominierung der StartUps war, dass diese in diesem Jahr gelauncht wurden, aus Deutschland stammen und mit dem Internet zu tun haben. Neben der Gründerszene Redaktion schlugen auch die Leser und die Jury entsprechendes StartUps vor.

Die Top-3 StartUps des Jahres 2009

kaufda1Auf die durchschnittlich höchste Punktwertung mit insgesamt 3,67 Sternen brachte es – Trommelwirbel… - KaufDA! KaufDA (www.kaufDA.de) publiziert Werbeprospekte online, sodass Verbraucher sich über aktuelle Angebote lokaler Händler informieren können und keine gedruckten Kataloge mehr benötigen. Mit kaufDA entsteht ein Überblick über Schnäppchen und Angebote der lokalen Händler, die sich vergleichen lassen.

20090820_sponsorpayAuf Platz zwei folgt ganz dicht dahinter SponsorPay (www.sponsorpay.de) mit 3,61 Sternen. Die SponsorPay GmbH mit Sitz in Berlin bietet seit kurzem eine neue Bezahlmethode an, bei der die Nutzer wahlweise darauf verzichten können, mit ihrem eigenen Geld zu bezahlen. Die Rechnung für die erworbenen Leistungen – zum Beispiel eine virtuelle Währung oder Premium-Zugänge in einem Onlinespiel – bezahlt stattdessen einer der mehr als 1.000 Werbepartner von SponsorPay.

20091116_lingueeDen dritten Platz belegt Linguee (www.linguee.de) mit durchschnittlich 3,5 Sternen. Linguee ist ein Wörterbuch im Internet, das Übersetzungen im vollständigen Satzzusammenhang präsentiert, sodass sich anhand von übersetzten Satzbeispielen erkennen lässt, in welchen Zusammenhängen eine Übersetzung häufig benutzt wird. Linguee kann nicht vollautomatisch ganze Texte übersetzen, sondern bietet nur eine Suche, aber die zurückgelieferten Suchergebnisse wurden von Menschen übersetzt und sind damit von höherer Qualität als computergenerierte.

Und was sagt die Jury?

Die Jury-Mitglieder hatten jeder die Chance, über ein Statement auch nochmal ihren persönlichen Sieger zu nennen und warum sie dieses oder jenes StartUp für den größten Erfolg im Jahr 2009 halten. An dieser Stelle auch noch einmal herzlichen Dank an Gründerszenes Juroren! dDfür dass sie ihre Expertise einfließen ließen und sogar mehrfach zum Abstimmen bereit waren, nachdem die erste Auswahl nicht aussagekräftig genug war.

Alexander Artopé

alexander-artope

SponsorPay* hat ein Geschäftsmodell, das für alle Nutzer (Publisher, Advertiser, Endkunden) hohen Nutzen stiftet und bisher nicht zahlende Kunden monetarisiert. Insbesondere der schnelle und erfolgreiche Aufbau von Partnern wie Gameforge sowie die Internationalisierung sind beeindruckend.

Robert Basic

basicVon Paper-C verspreche ich mir das größte Potential, zudem waren die Feedbacks im Netz bisher sehr gut, das Geschäftsmodell ist klar und die Aussichten sehr gut! Klares Konzept, klarer Nutzen, klare Monetarisierung, wachsender Zukunftsmarkt und frühe Positionierung.

Jörg Binnenbrücker

binnenbruckerFür mich ist das StartUp des Jahres Music Networx, denn es vereint die wichtigsten Merkmale erfolgreicher StartUps: Ein erfahrenes Team mit exzellenter Branchenerfahrung, ein Produkt, das bei den Kunden sehr gut ankommt (sowohl Fans als auch Künstler sind begeistert) und ein Markt, der durch den Umbruch im Musikgeschäft nach neuen Geschäftsmodellen sucht.

Tilo Bonow

bonow

Es darf sich Lokalgold freuen. Und das nicht nur weil ich gleichermaßen Ecommerce-Fan wie auch Liebhaber guten Essens bin. Paul Bocuse sagte einmal: “Viele Menschen haben das Essen verlernt – sie können nur noch schlucken.” Bei der feinsinnigen Produktauswahl lernt man gewiss wieder das Essen. Lokalgold vereint den Trend zum gesunden Speisen mit der Lust am Entdecken von neuen Köstlichkeiten. Wenn das Team jetzt noch eine authentisch-emotionale Social Media Strategie verfolgt, um viele neue Kunden zu gewinnen und nachhaltig zu binden, steht dem Siegeszug nicht mehr viel im Wege.

Ibrahim Evsan

evsanSeit Jahren verlagert sich das Musikgeschäft weg vom CD-Verkauf, hin zum frischen Live-Event. Ich glaube Music Networx hat das Zeug bei Konzerten ein Standard zu werden. Sein Konzert direkt nach der Veranstaltung auf einem USB-Stick mit nach Hause zu nehmen ist cool. Ich glaube, die haben das Zeug richtig profitabel zu werden.

Lukasz Gadowski

gadowski

Auch im letzten Jahr sind in Deutschland wieder einige interessante Firmen entstanden. Sowohl im Bereich “Adaption” als auch innovative Unternehmen. Derzeit haben von der Performance her die Adaptoren gefühlt die Nase vorn. Das muss aber nicht so bleiben – erfahrungsgemäß brauchen die Innovationen länger bevor es klar ist, ob sie erfolgreich sind… hier kann also noch etwas schlummern. Am spannendesten finde ich im Innovationsbereich txtr – weil es sehr groß werden kann und ein super Team hat. Im Bereich Adaption ist eDarling sicher bemerkenswert und spannend – vom Potential nicht so groß wie txtr aber auch hier ein sehr erfahrenes Team und wenn es aufgeht, dann ein ziemlicher Schnell-Dreher. Ach ja, und dann natürlich noch das eigene Portfolio… ;-)

Felix Haas

felix-haas

Mein Startup des Jahres ist SponsorPay, da sie mit einem Premium-Ansatz das immer noch stark wachsende Segment der Browser-Games monetarisieren. Gerade nach der aktuellen Debatte um Scam bei Non-Premium Anbietern zeigt sich, dass dies die richtige Strategie ist. Daumen Hoch :)

Fabian Hansmann

hansmann

Mein StartUp des Jahres ist Lokalgold. Das Unternehmen demokratisiert die Distribution im Lebensmittelmarkt.

So gewinnen alle beteiligten: Unternehmen generieren zusätzlichen Umsatz und Konsumenten haben den Zugriff auf regionale Spezialitäten!

Kolja Hebenstreit

hebenstreitIch halte Games für einen ganz klaren Boom-Markt, wie im Filmbusiness auch, kann man sich dort allerdings auch verspekulieren. Darum finde ich SponsorPay einen spannenden Ansatz, weil es sich als Layer über den Games darstellt und hilft, die Anzal der zahlenden User bis zu verdoppeln.

Lars Hinrichs

hinrichsBei der ersten Auswahl, die dann noch einmal erweitert wurde, meinte Lars: Wenn das alles ist, was Deutschland zu bieten hat, bin ich wirklich enttäuscht. Es ist keine Firma dabei, die wirklich groß werden kann, keine dabei wo ich auf Anhieb sagen würde, darauf habe ich gewartet und viele, die es noch nicht einmal schaffen, sich innerhalb von wenigen Sekunden einem potentiellen Interessenten selbst zu erklären. [...] Es ist beschämend zu sehen, dass sehr vielen StartUps nichts besseres einfällt, als irgendetwas aus anderen Ländern zu kopieren. Nach der Nachnominierung lautete sein Feedback: Auch bei dieser Auswahl ist nichts herausragendes zu sehen, jedoch ein paar mehr eigene Ideen.

Joel Kaczmarek

kaczmarekSponsorPay hat ein smartes Geschäftsmodell, berührt mich emotional aber nicht. Produki und Niiu sind aus Nutzersicht spannend, es wird nur interessant sein, ob sich die Produkte auf Dauer durchsetzen können. Linguee hat ein spannendes Format gewählt, das mit einfachen Mitteln an die Übersetzungsthematik herangeht und so einen neuen Use Case schafft. Scoyo ist ein gutes Produkt, für das aber offentsichtlich zu viel Geld ausgegeben wurde und Music Networx empfinde ich als emotional ansprechend und mit einer Win-Win-Situation für alle teilhabenden. Linguee und Music Networx sind daher meine Favoriten.

Thomas Promny

promny

Mein persönlicher Favorit ist produki. Ein sehr erfahrenes Team in einem extrem spannenden Markt mit klarem Umsatzpotenzial. Social Commerce war für eine gewisse Zeit ein ziemlich inhaltsloser Hype. Wenn man die richtigen Geschäftsmodelle findet, kann daraus aber ein sehr profitabler Markt werden, denke ich.

Jörg Rheinboldt

rheinboldtIch habe keinen absoluten Favoriten. Einige StartUps finde ich sehr stark und freue mich darauf zu sehen, wie sie sich weiter entwickeln. Bei einigen finde ich die Idee aus Kunden-/Nutzersicht super, bin aber aus Investorensicht von der Marktgröße bzw. den zugrunde liegenden Mengengerüsten nicht überzeugt.

Adina Tkatsch

tkatschFolgende Komponenten habe ich in die Bewertung mit einbezogen: Zukunftsfähigkeit und Sinnhaftigkeit der Idee; Umsetzung der Idee; Effizienz des Geschäftsmodell. Mein Sieger 2009: GutscheinPony. Begründung: Bessere Umsetzung der Idee gegenüber anderen Mitbewerbern, gutes Geschäftsmodell, da Win-Win-Situation für Gutscheinanbieter und GutscheinPony. Durch GutscheinPony werden User auf Produkte aufmerksam, die sie eigentlich nicht vor hatten zu kaufen. User haben einen positiven Erstkontakt mit Marken über GutscheinPony.

Stephan Uhrenbacher

uhrenbacher

Als ich zuerst von KaufDA gehört habe, dachte ich mir: was für ein Quatsch! Prospekte scannen und online lesen – die sind nicht für Online gemacht. Mittlerweile bin ich von der Qualität der Umsetzung des Konzepts überzeugt und glaube, dass hier im Bereich der lokalen und regionalen Werbung wirklich ein Potential gehoben werden kann.

Sarik Weber

weberLinguee überzeugt in einem etablierten Übersetzungsmarkt als echter Durchschlaginnovator. Mit einem sehr cleveren Mix aus Technologie und Partizipation wird das lästige Problem der kontextbezogenen Übersetzung erstmalig überzeugend gelöst. Auch ein internationaler Erfolg von Linguee ist absolut vorstellbar.

Stefan Wolpers

wolpers

Tape.tv - Okay, diese Controls nerven, die Usability ist grottig. Aber der Content ist einfach gut. Und als Konzept doch so naheliegend, oder?

Daher: Meine Wahl für’s Startup des Jahres 2009.

* Teil des Portfolios von Gründerszene Investor Team Europe Ventures

GD Star Rating
loading...
Alle Bilder in diesem Artikel unterliegen der Creative-Commons-Lizenz (Namensnennung-Keine Bearbeitung, CC BY-ND; Link zum rechtsverbindlichen Lizenzvertrag). Ausgenommen sind anders gekennzeichnete Bilder unter anderem von Panthermedia, Fotolia, Pixelio, Morguefile sowie Pressefotos oder verlagseigenes Bildmaterial.