Cellity

Damit sind die Diskussionen, die sich erst kürzlich in den Kommentaren zur StartUp Story rund um Cellity ergaben wohl vorerst vom Tisch. Oder aber nun richtig angeheizt! Der finische Handyhersteller Nokia gab heute bekannt, dass man das Mobile-Unternehmen Cellity (www.cellity.com) gekauft hat. Während sich über die Summe ausgeschwiegen wird, ist jedoch klar, dass das Hamburger Unternehmen seinen Standort wechselt und mit der gesamten Truppe von nun an aus Berlin operiert. Das Gründerteam bleibt Cellity erhalten und lenkt nun gemeinsam mit Nokia die Geschicke des Unternehmens. Allerdings wird Nokia die Inhalte von Cellity nicht übernehmen, sondern nur auf das Knowhow der Firma zugreifen. Die Dienste von Cellity werden wohl eingestellt werden.

Cellity ist ein StartUp, das vor drei Jahren von Xing-Veteran Sarik Weber gemeinsam mit Nils Weitemeyer, Tim von Toerne, Benjamin Körber und Matthias Lanz gegründet wurde. Cellity bietet selbst entwickelte Software-Technologien für  Mobilfunkdienstleistungen. Die Funktion „Adressbuch 2.0“ ermöglicht dem Nutzer eine komplette Aktualisierung aller Kontakte aus dem eigenen Telefonbuch, Outlook und Social Networks sowie die direkte Kommunikation mit ihnen über alle wichtigen Kanäle.

Nach längeren Verhandlungen wurde man sich nun zu beider Seiten Zufriedenheit einig: „Es war die richtige Entscheidung und wir sind mit dem Ausgang alle sehr zufrieden. Wir haben lange an der Idee gefeilt und nun war der Zeitpunkt gekommen, den nächsten Schritt zu gehen. Das ganze Team freut sich unglaublich darauf, mit einem so kompetenten Partner wie Nokia in eine gemeinsame Zukunft zu treten“, sagt Sarik Weber. Cellity hatte zunächst mit einer Least-Cost-Router-Software für das Handy als erstes Produkt begonnen. Man wandelte das Konzept dann jedoch bald darauf, um aus dem reinen Preiskampf herauszukommen und sich innovativeren Produkten zu widmen, die größere Märkte bedeuten sollten. So entstand das Adressbuch 2.0.

Cellity-Anwendung

Der Exit bei Cellity sorgte für Freude beim fünfköpfigen Gründerteam und bedeutet von der Verkaufssumme her schätzungsweise einen grundsoliden Ausgang der Unternehmung. Zu loben ist Cellity sicherlich für seine konsequente Neuausrichtung des Produkts kurz nach seiner ersten Finanzierung. Die nun erzielte Verkaufsumme bedeutet insbesondere in Zeiten der momentanen Investitionsscheue, wo der Geldbeutel stets geschlossen und Krise in jedermanns Mund scheint, durchaus einen Achtungserfolg. In Anbetracht der schwierigen Marktlage und der anfänglich notwendigen Neuausrichtung des Unternehmens können die Gründer also durchaus zufrieden sein. Gründerszene gratuliert zum Verkauf und freut sich, sympathische neue Nachbarn in der Hauptstadt zu gewinnen.

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