Die Zeichen deuten auf einen Zweikampf hin. Auf der einen Seite steht Delivery Hero. Das milliardenbewertete Unternehmen hat kürzlich den Premium-Lieferdienst Foodora von Rocket Internet übernommen – und mit seinem eigenen Angebot Urban Taste zusammengelegt.

Auf der anderen Seite: Deliveroo. Erst im Juli verkündete das britische Startup eine Finanzierungsrunde über 70 Millionen US-Dollar. Nur wenige Monate später sammelt Deliveroo schon wieder Geld ein: In der Serie D fließen jetzt 100 Millionen Dollar. Die Finanziers DST Global und Greenoaks Capital führen die Runde an, weiteres Geld kommt von den bestehenden Investoren Accel, Hummingbird Ventures und Index Ventures. Seit der Gründung 2013 sind insgesamt 200 Millionen Dollar in Deliveroo geflossen.

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Mit dem Geld aus den beiden Runden expandiert das Unternehmen außerhalb von Europa. Zunächst ist der Service in Singapur, Dubai, Hongkong, Melbourne und Sydney gestartet. Weitere Städte in Asien, Australien und im Nahen Osten sollen folgen. Hierzulande baut das Startup sein Angebot ebenfalls aus: Ab Dezember liefert das Unternehmen in Köln aus. Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Düsseldorf sind bereits abgedeckt. Nach eigenen Angaben arbeitet Deliveroo in Deutschland mit etwa 700 Restaurants zusammen.

In allen deutschen Städten ist auch der Konkurrent Foodora verfügbar. Andere Plattformen wie Deliverbird und Food Plaza bieten einen einen ähnlichen Dienst – sie greifen dabei auf den Bringdienst von Food Express zurück. Das Prinzip bei allen Angeboten: Die Startups liefern das Essen von gehobenen Restaurants aus, die über keinen eigenen Lieferdienst verfügen.

Bild: Deliveroo