Das Startup Delivery Hero will Ende Juli einen Lieferdienst für gehobene Küche an den Start bringen, wie Spiegel Online zuerst berichtete. Unter dem Label „Urban Taste“ soll es Angebote „oberhalb von Sushi und Pizza“ geben, heißt es vom Unternehmen. Über die Plattform kann man Gerichte von 300 Restaurants bestellen, die sonst kein Essen selbst außer Haus bringen.

Update, 28. Juli 2015: Die Plattform Urban Taste ist nun online. Der Premium-Dienst von Delivery Hero gehe mit „moderaten Erwartungen für die Geschäftsentwicklung an den Start“, sagte der Geschäftsführer von Urban Taste, David Rodriguez, in einer Stellungnahme. „Natürlich müssen die Verbraucher zunächst mal ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass geliefertes Essen zu einem ganz besonderen Qualitätserlebnis werden kann.“ Der deutsche Markt biete jedoch ein großes Potential für den Dienst – rund 80.000 Restaurants würden bislang noch keinen Lieferservice anbieten.

Eine andere Nachricht kam heute von der Konkurrenz: Deliveroo aus London sicherte sich in einer Finanzierungsrunde 70 Millionen Dollar unter anderem von den Risikokapitalgebern Greenoaks Capital und Index Ventures.

Die erste Version des Artikels erschien am 15. Juli 2015

Die Auslieferung übernimmt dabei der Dienst Food Express – bei dem Startup ist Delivery Hero bereits an Bord. Ende März hatte der Lieferdienst-Vermittler 16 Prozent vom Food-Express-Vorgänger MyLorry gekauft. Kurz nach dem Einstieg folgte der Strategieschwenk: Der Kurierdienst konzentriert sich seitdem auf seinen Essenslieferdienst Food Express.

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Als Konkurrenz für das neue Angebot sieht Delivery Hero das britische Deliveroo und Foodora (ehemals Volo). Bei dem Startup Foodora handelt sich um ein Venture von Rocket Internet. Auch an Delivery Hero hält der Berliner Company Builder Anteile: Im Februar dieses Jahres war Rocket mit 30 Prozent bei Delivery Hero eingestiegen – und ließ sich die Beteiligung knapp 500 Millionen Euro kosten. Im März erhöhte Rocket dann auf 39 Prozent – und kaufte dafür bestehenden Gesellschaftern Anteile im Wert von 52 Millionen Euro ab.

Die Plattform Urban Taste startet in Berlin, München, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Stuttgart und Frankfurt. Bei der Auswahl sollen laut Unternehmen besonders angesagte Restaurants dabei sein. In Berlin stehen beispielsweise der Mädchenitaliener und Paris Moskau auf der Liste.

Bild: Screenshot der Website