Lukasz Gadowski, Delivery Hero

Beim Thema Lieferdienst-Vermittlung scheiden sich die Geister. Zumindest die der Leser von Gründerszene, denn die Geschicke von Delivery Hero, Pizza.de und Co. sind so heiß diskutiert wie sonst kein anderer Themenbereich. Nachdem Lieferheld (www.lieferheld.de) mit seiner Aussage, die größte Online-Plattform für Lieferdienste und Restaurants in Deutschland zu sein, erst kürzlich heiße Diskussionen anregte, meldet sich nun Team-Europe-Gründer Lukasz Gadowski zu Wort und stellt die Dominanz von Großbritanniens Nummer eins JustEat zur Disposition.

Delivery Heros Geschäftsmodell im Fokus

In einem längeren Blogpost erklärt der Gründer von Team Europe (www.teameurope.net, auch an Gründerszene beteiligt), wie Delivery Hero (www.deliveryhero.com) international Nutzer zu einem Kanalwechsel vom Telefon zum Internet bewegen will und gibt dabei auch interessante Einblicke in die Customer-Acquisition-Costs von Delivery Hero:

Now, you theoretically can spend marketing Euros on three sets of customers – those who switch from telephone to your internet site or begin to order in for the first time, or those who switch from one of your competitors internet side to yours. The only problem with that: to get a consumer from a competitor is five to ten times more costly, then to get a new customer who switches from the telephone!

Daneben gibt Gadowski auch den Aufbau eines entsprechenden Restaurant-Netzwerks als hohes “Upfront-Investment” an und führt aus, für welche Märkte ein solches sinnvoll ist und für welche eher nicht. Im Falle des britischen Markts sieht sich Delivery Hero mit seiner Marke Hungry House laut Gadowski einem JustEat (www.justeat.co.uk) gegenüber, das mit 10.000 Restaurants doppelt so viele Merchants führt und es auf drei bis vier mal so viele Bestellungen bringt.

Lukasz Gadowski gibt sich kämpferisch

Es ist also ein durchaus dickes Brett, das Delivery Hero in Großbritannien zu bohren gedenkt und die Ambitionen dürften also entsprechend hoch sein, lässt sich der Blogpost von Lukasz Gadowski doch durchaus als eine Kampfansage an JustEat verstehen. Schließlich lobt er darin auch das Hungry-House-Team ein wesentlich effektiveres Marketing aufzuweisen.

Nach Deutschland dürften nun also auch aus Großbritannien regelmäßig neue Wasserstandsmeldungen folgen – hoffentlich nicht begleitet von ähnlich vielen Klageschriften wie hierzulande. Während sich Gründerszenes Leserschaft zu diesem Thema häufig kritisch zeigt, scheint das Thema bei der Investoren gefragt: Glaubt man den Beteiligten, schraubt der internationale Lieferdienst-Vermittler gerade an einer 20-Millionen-Finanzierung und wird damit sicherlich noch an weiteren Standorten für Bewegung sorgen wollen.

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