Der Weg zur GmbH - firma.de

Eine GmbH zu gründen ist im ersten Moment gar nicht so einfach, wie es aussieht. Wenn aber von vorneweg einige Sachen geklärt sind und Ihnen ein kompetenter Rechtsbeistand zur Hand geht, kann die GmbH-Gründung ganz einfach sein.

Am besten stellen Sie sich schon am Anfang die Frage, ob Sie das nötige Stammkapital aufbringen können, wie Sie ihren Geschäftszweck formulieren und wie Sie Ihre GmbH nennen möchten.

Die finanzielle Etappe

Der wichtigste Aspekt zur Gründung der GmbH ist das nötige Stammkapital. Bei einer GmbH sind 25.000 € als Stammeinlage notwendig. Diese Summe muss zur Hälfte sofort als Bareinlage eingezahlt werden, die andere Hälfte muss auf Anfrage vorrätig sein. Hierbei ist es aber egal, ob als Bar- oder Sacheinlage. Sie können die zweiten 12.500 € auch im Wert von Maschinen oder Autos oder sonstigen Besitztümern als Sacheinlage einbringen.

Sollten Sie eine GmbH mit mehreren Gesellschaftern gründen, können die 25.000 € auf die Gesellschafter aufgeteilt werden. Dabei erhält jeder Gesellschafter seiner Einlage entsprechend Geschäftsanteile. Alle Gesellschafter sind im sogenannten Gesellschaftsvertrag oder Musterprotokoll aufgeführt.

Die vertragliche Etappe

Bevor Sie gründen, entscheiden Sie, ob mit Musterprotokoll oder Gesellschaftsvertrag gegründet wird. Ein Gesellschaftsvertrag lässt Ihnen nach der Gründung mehr Freiheiten, falls Sie im Nachhinein etwas ändern möchten. Er ist mit mehr Aufwand und größeren Kosten verbunden. Ein Musterprotokoll hingegen ist unveränderlich, vereinfacht, beschleunigt jedoch das Gründungsverfahren. Ganz egal für welche Variante Sie sich entscheiden, festgehalten werden muss:

  • Sitz der Firma
  • Name des Unternehmens
  • Geschäftszweck
  • Name des Gesellschafters/der Gesellschafter
  • Stammkapital jedes Gesellschafters und die daraus resultierenden Geschäftsanteile

Die Etappe der Firmierung und des Geschäftszwecks

Den Rechtsformzusatz „GmbH“ muss unbedingt an den Namen Ihres Unternehmens angehängt werden. Ihr Firmenname darf nicht zu allgemein gehalten sein, da sonst die Ablehnung des Handelsregistereintrags riskiert wird. Dies hat zur Folge, dass weitere Gänge zum Notar nötig sind und Änderungen des Vertrages oder ein neues Musterprotokoll angefertigt werden müssen. Auch der Geschäftszweck muss eindeutig beschrieben sein, darf Sie aber nicht in Ihrer Geschäftsausübung zu sehr einschränken. Am besten lassen Sie sich hier von Ihrem Notar beraten.

Wegweiser: Es ist ratsam, sich vorher bei der zuständigen IHK Informationen einholen, ob eine Firmierung wie gewünscht möglich ist und ob der Geschäftszweck nicht zu allgemein gehalten ist.

Die behördliche Etappe

Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Notar, an dem alle beteiligten Gesellschafter anwesend sind. Kann ein Gesellschafter nicht beim Termin dabei sein, muss er durch ein notariell beglaubigtes Dokument vertreten werden. Der Notar prüft dann die eingereichten Papiere und nimmt die Beurkundung vor. Sie befinden sich nun in Gründung und sind noch mit Ihrem vollen Privatvermögen haftbar. Die Haftungsbeschränkung ist erst nach dem Eintrag ins Handelsregister gültig. Ist mit den Dokumenten alles in Ordnung, können Sie bei Ihrer Bank das Geschäftskonto eröffnen und Ihr Stammkapital einbezahlen.

Wegweiser: Legen Sie den Termin bei der Bank am besten frühzeitig, aber terminlich nach den Notartermin. Banktermine nehmen meistens sehr viel Vorplanungszeit in Anspruch. Bei einer Firmengründung mit firma.de wird die Eröffnung des Geschäftskontos bereits einen Tag nach dem Notartermin garantiert. Damit sind Sie üblicherweise 7 Tage schneller im Handelsregister eingetragen.

Nach der Kontoeröffnung bekommen Sie den Einzahlungsbeleg, den Sie wiederrum Ihrem Notar vorlegen. Meist kann dies postalisch durchgeführt werden.

Daraufhin nimmt der Notar dann die Eintragung ins Handelsregister vor. Hier werden alle Ihre Unterlagen noch einmal geprüft und Sie bekommen Ihren eigenen Eintrag. Sie können sich dann vom Handelsregister einen Bescheid geben lassen, den Sie bei Ihrem zuständigen Gewerbeamt vorlegen, um Ihr Gewerbe anzumelden. Auch beim Finanzamt müssen Sie den sogenannten Finanzamt-Fragebogen vollständig ausgefüllt einreichen, damit Sie Ihre Steuernummer erhalten, die auf all Ihren Rechnungen erscheinen muss. Außerdem sollte dem Finanzamt-Fragebogen eine Eröffnungsbilanz beiliegen.

Mit der Eintragung ins Handelsregister ist Ihre GmbH rechtskräftig und die Haftungsbeschränkung tritt vollständig in Kraft.

Die kosmetische Etappe

Sorgen Sie für einen perfekten Auftritt Ihrer Firma. Eine gute Homepage ist im digitalen Zeitalter das A und O. Achten Sie darauf, den Kontakt zu Ihren Kunden aufzubauen und zu pflegen. Auch mündliche Werbung ist Werbung und wenn Ihre Kunden mit Ihrer Arbeit zufrieden sind, werden sie Sie gerne weiter empfehlen.

Man sieht also, dass Vorbereitung meist sehr viel Ärger und Zeit ersparen kann. Planen Sie genügend Zeit und Kapital ein und holen Sie sich zur Not Hilfe von Gründungsexperten. Es gibt bereits Gründungsdienstleister wie firma.de, die Hilfe bereitstellen. So wird die Gründung Ihrer GmbH einfacher und ist wesentlich schneller vollzogen.

 

Bild: Claudiu Sergiu Danaila/stock.tookapic.com