Design Thinking Workshop Gründerszene Berliner Ideenlabor

Schluss mit kreativer Defensive

Viele junge Unternehmen wollen neu denken und arbeiten unkonventionell. Design Thinking kann dabei genutzt werden, um kreative Freiräume langfristig aufrecht zu erhalten und zu gestalten. Doch was ist Design Thinking eigentlich?

Die Arbeitsweise und der Mindset von Design Thinking stammen ursprünglich aus dem Produkt-Design. Design Thinking, wie es heute gelehrt und im wirtschaftlichen Kontext angewandt wird, wurde als Innovationsmethode gemeinsam von der Designagentur IDEO und der Standford University entwickelt. Design Thinking stützt sich auf der Annahme, dass komplexe Probleme und Herausforderungen besser gelöst werden können, wenn Menschen unterschiedlichster Disziplinen in einem geschützten kreativen Umfeld zusammenarbeiten. Hierbei werden die Bedürfnisse und Motivationen der Nutzer in den Mittelpunkt aller Überlegungen gestellt und die entwickelten Konzepte iterativ getestet und weiterentwickelt.

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Laut Katharina Böhnke vom Berliner Ideenlabor steht am Anfang eines jeden Unternehmens immer die erste Idee, der aufregende Aufbruch zu neuen Ufern und der Wunsch nach kreativer Freiheit – doch gesellen sich, getrieben von der eigenen Motivation, schnell auch überfüllte Terminkalender, Deadlines und durchgearbeitete Nächte hinzu.

Wenn Stress und das Verlangen nach Struktur dann nicht mehr nur als positiver Katalysator für Kreativität, Motivation und Spaß an der Arbeit wirken, sondern diese einengen und zu ersticken drohen, stellt sich schnell die Frage, ob Startups dann nicht genau den Spirit verlieren, um den sie von großen etablierten Unternehmen beneidet werden?!

Design Thinking – der Prozess

Design Thinking kann eingesetzt werden, um mithilfe eines strukturierten Prozesses auch in stressigen Zeiten auf physischer und kultureller Ebene eine Art Container der Kreativität zu kreieren. Frei nach dem Motto „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ können Teams hier losgelöst von Grenzen und vorschnellen Verurteilungen in methodischer Herangehensweise kreativ werden und Grenzen testen.

Zunächst geht es darum, in die Schuhe des Nutzers zu schlüpfen und das Problem aus seinen Augen zu betrachten. Nachdem das Spielfeld so durchdrungen und definiert wurde, werden die Erkenntnisse im nächsten Schritt neu definiert. Am Ende dieses Arbeitsschrittes ist allen Teammitgliedern klar, welches Problem genau gelöst werden soll – denn die richtige Antwort lässt sich nur finden, wenn auch die richtige Frage gestellt wird. Mithilfe verschiedener Brainstorming-Techniken werden in der anschließenden Ideengenerierung gewohnte und bekannte Denkansätze verlassen und kreative Potenziale aktiviert.

So lassen sich innerhalb kürzester Zeit Unmengen von neuen Ideen produzieren, welche so lange verfeinert werden, bis sie in einen ersten Prototypen überführt werden können. Dank des Prototypen, des direkten Testens am Kunden und des so gewonnenen Feedbacks lassen sich im letzten Arbeitsschritt schnell die offenen Fragen erkennen und die Idee kann iterativ und mit dem Kunden zusammen verbessert werden.

Am Ende des Design-Thinking-Workshops haben die Teilnehmer erste solide und systematisch ausgearbeitete Ideen und Konzepte entwickelt, die auch schon durch den Prototypen getestet wurden. Das Gute an Design Thinking ist der iterative Ansatz. Spielend leicht kann man zu einem früheren Arbeitsschritt zurück kehren, um die Ausgangssituation oder die Idee zu korrigieren. Dadurch wird genau das Produkt entwickelt und gestaltet, welches perfekt auf die Bedürfnisse der jeweiligen Nutzer abgestimmt ist.

Hands on – Design Thinking in der Praxis

Wie interaktiv und praxisorientiert ein Design-Thinking-Workshop bei Gründerszene ist, zeigt die folgende Bilderstrecke von unserem jüngsten Seminar-Event. Wenn Ihr nun auch Eure gewohnten Arbeitsweisen verlassen wollt, so freut Euch auf einen erneuten Design-Thinking-Workshop mit dem Berliner Ideenlabor im neuen Jahr. Unsere Seminarseite hält Euch über alle Veranstaltungen auf dem Laufenden.

Zur Galerie

Zu Beginn des Prozesses werden in Interviews Insights zu Nutzerbedürfnissen und -wünschen gewonnen, auf Post-its visualisiert und an die Wände gebracht.

Bild 1: Gründerszene – Linda Nienhaus
Bild 2: Berliner Ideenlabor